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Trotz Kritik: Adonis mit Remarque-Friedenspreis ausgezeichnet

Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück für Adonis. Die Jury verlieh dem syrisch-libanesischen Schriftsteller die Auszeichnung, weil er sich für unter anderem eine aufgeklärte arabische Gesellschaft einsetze.

Adonis erhielt den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis
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Der syrisch-libanesische Dichter Adonis erhielt den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis 

Für sein Eintreten für eine aufgeklärte arabische Gesellschaft hat der syrisch-libanesische Dichter Adonis am Freitag den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück erhalten.
Die Auszeichnung ist mit 25 000 Euro dotiert.

Die Vergabe an den 86 Jahre alten Schriftsteller und Essayisten hatte in den vergangenen Monaten Streit ausgelöst. Kritiker warfen ihm unter anderem Nähe zum syrischen Machthaber Baschar al-Assad vor.
Diese Behauptung sei falsch, sagte der Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU). Aber die Richtigstellung habe keine Chance gehabt, durchzudringen.

Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis nach Schriftsteller benannt

Die Bürgermeisterin von Lampedusa, Giuseppina Maria Nicolini, hatte wegen des Disputs um Adonis einen Sonderpreis abgelehnt, den sie für ihr Flüchtlingsengagement bekommen sollte.

Der Preis ist nach dem in Osnabrück geborenen Schriftsteller Erich Maria Remarque (1898-1970) benannt, dessen 1929 veröffentlichter Antikriegsroman "Im Westen nichts Neues" ein Welterfolg wurde.

jek / DPA
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