Fast vier Jahre lang waren Marius Borg Høiby und Influencerin Juliane Snekkestad ein Paar. Die beiden kamen 2017 zusammen und zeigten sich oft gemeinsam in der Öffentlichkeit: Auf dem roten Teppich oder bei offiziellen Terminen im Königshaus wirkten die beiden meist harmonisch. Dass es hinter den Kulissen ganz anders aussah, dürfte mittlerweile kaum noch jemanden überraschen.
Schließlich musste der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit sich dieses Jahr in einem Mammut-Prozess in mehr als 40 Anklagepunkten verantworten, darunter Vergewaltigung und häusliche Gewalt. Dutzende der Vorwürfe sind von den Ex-Freundinnen des 29-Jährigen erhoben worden, wie von Nora Haukland und der sogenannten Frogner-Frau; beide traten in den Zeugenstand. Die Vorwürfe von Juliane Snekkestad hingegen wurden nicht verhandelt.
Marius Borg Høiby soll sie geschlagen haben
Als die Ermittlungen gegen Marius im August 2024 ins Rollen kamen, äußerte sich die Influencerin – ähnlich wie Nora Haukland – in den sozialen Medien und berichtete über die körperliche und seelische Gewalt, die Marius ihr angetan haben soll. Laut der norwegischen Zeitung „Verdens Gang“ ging es unter anderem um Schubsen und Wutausbrüche, bei denen Gegenstände geworfen und zerstört wurden.
Kurz vor Weihnachten 2019 soll es zu einer besonders üblen Auseinandersetzung gekommen sein. Damals wohnten die beiden zusammen. Laut Snekkestad soll Høiby sich während des Streits auf sie gesetzt und ihr mehrmals mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen haben. „Es waren viele schwere Jahre“, sagte die 30-Jährige nun in einem Podcast. Nach der Trennung von Høiby habe sie sich isoliert und über ein Jahr lang aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen. Mittlerweile habe man bei ihr eine posttraumatische Belastungsstörung (kurz: PTSD) diagnostiziert, erzählt sie in dem Interview.
Im Verfahren gegen Marius Borg Høiby wurde sie zwar offiziell als Geschädigte angesehen. Die Anzeige, die sie 2024 gegen den Sohn von Mette-Marit erstattet hatte, wurde zwischenzeitlich aber fallengelassen. Grund dafür waren Verjährung und mangelnde Beweise. Dennoch verfolgte Juliane Snekkestad den Prozess gegen Høiby. Am ersten Verfahrenstag habe sie geweint, berichtet sie im Podcast und betont: „Ich wünschte, ich hätte auch etwas Gerechtigkeit bekommen.“
Høiby hatte die Vorwürfe der Influencerin stets bestritten und seinerseits eigene Gewalt-Vorwürfe gegen seine Ex-Freundin erhoben, die Snekkestad wiederum zurückgewiesen hatte. Im vergangenen Juli erklärte sie auf Instagram, dass sie den juristischen Kampf aufgeben wolle: Der Fall sei eine extrem große Belastung, unter der ihre Psyche und ihre Gesundheit zu sehr leiden würden. „Für mich war nur wichtig, sicherzustellen, dass dies in Zukunft keinem anderen Mädchen passiert“, hieß es in dem Statement.
Mittlerweile scheint die 30-Jährige es zu bereuen, dass sie nicht früher Berufung eingelegt hat. Im März wurde bekannt, dass sie einen Anwalt beauftragt hat, zu prüfen, ob eine Wiederaufnahme ihres Verfahrens gegen Marius Borg Høiby möglich sei.