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Familienstreit: Julia Roberts schwänzt Trauerfeier ihrer Halbschwester

Beim Begräbnis ihrer Halbschwester Nancy Motes in Santa Monica ließ Julia Roberts sich nicht blicken. Die Trauernden suchten vergeblich nach der Oscar-Gewinnerin.

Von Frank Siering, Los Angeles

Einige Mitarbeiter der TV-Show "Glee" waren gekommen. Jane Lynch zum Beispiel wurde entdeckt, als sie am Samstag zu Ehren von Nancy Motes in die St. Anne Kirche in Santa Monica spazierte. Andere TV-Kollegen waren ebenfalls anwesend. Motes hatte als Produktionsassistentin für "Glee" gearbeitet und war vermutlich nach einer Überdosis im vergangenen Monat gestorben.

Doch bemerkt wurde vor allem, wer nicht gekommen war: Julia Roberts, Halbschwester der Verstorbenen. Eine Woche zuvor konnte man Roberts noch lachend und entspannt auf dem roten Teppich der Academy Awards sehen. Wie auch bei diversen feuchtfröhlichen After-Show-Partys - tanzend und ständig kichernd.

Auch die Mutter kam nicht

Auch die Mutter von Nancy Motes und Julia Roberts, Betty Lou Motes, hatte sich in letzter Minute entschlossen, der Feier fernzubleiben. Ende Februar war bekannt geworden, dass die Mutter von Roberts an Lungenkrebs leidet.

Die Spekulationen, warum Roberts der Feier fernblieb, waren in den vergangenen Wochen durch diverse Gerüchte angestachelt worden. So habe Motes angeblich einen Abschiedsbrief hinterlassen, in der sie Roberts anklage, sie in den Suizid getrieben zu haben.

Fest steht, dass die beiden Halbschwestern im vergangenen Sommer im Streit auseinandergegangen waren, nachdem Motes der Oscar-Gewinnerin in einem Interview vorgeworfen hatte, sie würde Motes den Zugang zur kranken Mutter verwehren.

Julia Roberts schweigt zu der Angelegenheit

Erst wenige Wochen vor ihrem Tod hatte die 37-jährige Motes noch in einer Online-Attacke ihre Halbschwester als "bitch" bezeichnet, die als Schauspielerin eine ziemliche Niete sei.

Bislang hielt sich Roberts in dieser Familienangelegenheit sehr zurück und ließ über ihren Manager nur eine Presseerklärung herausgeben, dass sie und die Familie "schockiert und am Boden zerstört" seien.