Gabrielle Union (53) hat ihren Vater verloren. Die US-Schauspielerin, unter anderem bekannt aus "Girls United" und "Bad Boys II", verabschiedet sich auf Instagram mit einem bewegenden Beitrag. Sie teilt in einem Video alte Familenaufnahmen und Rückblicke auf Momente mit ihren Vater. Gleichzeitig deutet sie an, wie schwierig die vergangenen Jahre gewesen sein müssen. Ihr Vater Sylvester war an Demenz erkrankt.
"Am gestrigen Morgen ist mein Vater, Sylvester 'Cully' Union Jr., verstorben", schreibt die 53-Jährige. "Egal, wie viel man über Demenz zu wissen glaubt, bereitet einen nichts darauf vor, wie schmerzhaft langsam ein geliebter Mensch verschwindet", berichtet die Schauspielerin von ihren Erfahrungen. Erst seien es "Wortwiederholungen oder das Vergessen kleiner Dinge hier und da und dann kann er plötzlich nicht mehr schlucken oder gehen. [...] Man hofft auf anhaltenden Augenkontakt oder ein Lächeln; schon ein Händedruck kann einem das Gefühl geben, dass er jeden Moment wieder 'normal' zu einem zurückkehren könnte." Es sei "brutal".
Gabrielle Unions Vater traf nie einen Fremden
Zu jedem Zeitpunkt in seinem Leben sei ihr Vater aber von Liebe und Unterstützung umgeben gewesen. Sie könne schwören, dass er "nie einem Fremden" getroffen habe, "nur Freunde", die er zuvor noch nicht gekannt hatte. Er habe ihr etwa auch Werte wie eine starke Arbeitsethik und die Wichtigkeit von Teamwork vermittelt. Und er sei ein "vollkommen unvollkommener Mann und Vater" gewesen. Er habe sich stets weiterentwickelt, seine Unvollkommenheit anerkannt, sich entschuldigt und um Wiedergutmachung bemüht, so lange es gedauert habe, bis die Wunden verheilt waren.
Unions Vater habe es geliebt, Feste zu feiern, zu reisen, oder auch Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen. Sie sei allen dankbar, die sich in den letzten Jahren um ihn gekümmert und ihn gepflegt haben, darunter auch die professionellen Helferinnen und Helfer, "die sichergestellt haben, dass er die beste Pflege hatte".
Nach dem Tod ihres Vaters scheint Gabrielle Union ihre Gefühlswelt erst noch ordnen zu müssen. "Es ist verwirrend, einerseits Erleichterung darüber zu empfinden, dass der Schmerz ein Ende hat, andererseits [gibt es] aber auch tiefe Trauer darüber, dass seine Zeit nun endgültig vorbei ist." Sie wisse, dass sie weder die Erste noch die Letzte sei, die eine solche Erfahrung machen müsse, "und ich sende allen, die den Verlust eines Elternteils betrauern, Liebe und Trost. Ich weiß, dass seine Liebe ewig währt und mich in jeder Welt finden wird."