Zwei Jahre ist es her, dass Heinz Hoenig ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Der TV-Star war damals schwer erkrankt. Er hatte mit Herzproblemen zu kämpfen und einer bakteriellen Infektion, die sich im Körper ausbreitete und unter anderem die Speiseröhre angriff. Hoenig musste sich mehreren Notoperationen und einer langen Intensivbehandlung unterziehen. Zeitweise wurde er sogar ins künstliche Koma versetzt. Während des Aufenthalts in der Klinik summierten sich die Kosten für den Schauspieler. Denn Hoenig war lange Zeit ohne Krankenversicherung.
Fast eine halbe Million Behandlungskosten für Heinz Hoenig
„Rund eine halbe Million Euro an Arzt- und Klinikrechnungen haben sich seitdem angehäuft“, erzählte seine Frau, Annika Kärsten-Hoenig, der „Bild“. Das Paar habe versucht, die Kosten aus eigener Tasche abzubezahlen. Dass ihr Mann, mit dem sie seit 2019 verheiratet ist, nicht versichert sei, habe sie 2021 nach einem kürzeren Krankenhausaufenthalt ihres Mannes erfahren. Seitdem habe sie immer wieder versucht, Heinz Hoenig versichern zu lassen, von den Krankenkassen allerdings nur Ablehnung erfahren. „Ich hörte stets dasselbe: Ihr Mann ist über 55 und gesundheitlich vorbelastet. Keine Chance“, sagt die 41-Jährige der „Bild“.
Frank Michael Kuhn, 59, Fachanwalt für Medizinrecht aus Hamburg, hat sich des Falls von Heinz Hoenig angenommen. Er sei durch einen Artikel auf die finanzielle Misere des TV-Stars aufmerksam geworden und habe unterstützen wollen. Dafür habe er sogar auf sein Honorar verzichtet. „Heinz Hoenig ging davon aus, über Film- und Fernsehproduktionen versichert gewesen zu sein. Doch das stimmte nicht“, erklärte der Jurist der „Bild“. Der Schauspieler zahlte Behandlungskosten jahrelang aus eigener Tasche, doch der lange Klinikaufenthalt sprengte den Rahmen. „Jeder Tag in der Klinik bei seinem Zustand kostete mal schnell 4000, 5000 Euro. Das kann man ohne Versicherung gar nicht bewältigen“, betonte der Anwalt.
Der Jurist rollte in seiner Recherche das komplette Leben von Heinz Hoenig nochmal auf, von der Ausbildungszeit zwischen 1967 und 1970 bis zu mehreren Jahren, die er in Spanien wohnte. Viele Jahre lang sei der Schauspieler nicht durchgehend versichert gewesen. Am Ende stellte Kuhn fest, dass kein gesetzlicher Krankenversicherer mehr zuständig war. „Damit war der Weg frei für eine private Basisversicherung“, erklärte der Anwalt der „Bild“. Daher sei der TV-Star nun privatpflichtversichert. „Herr Hoenig ist jetzt basisversichert und genießt den Krankenversicherungsschutz, den ein gesetzlich Versicherter genießt“, erläutert der Jurist.
Der Versicherungsschutz greift seit Anfang April. Die alten Rechnungen bleiben, trotzdem ist die Freude riesig. „Allein die künstliche Ernährung von Heinz kostet 1300 Euro im Monat. Dazu kommen Medikamente, Arztbesuche, engmaschige Kontrollen. Das läppert sich. Nun übernimmt all das die neue Versicherung“, so die Frau des TV-Stars. Der Gesundheitszustand ihres Mannes sei stabil, sagte sie der „Bild“: „Heinz steht unter ärztlicher Kontrolle, wird engmaschig überwacht. Einmal die Woche nehme ich ihm Blut ab und wir trainieren täglich. Er macht weiter Fortschritte.“ Eine gefährliche Herzoperation, zu der die Ärzte vor zwei Jahren rieten, sei momentan nicht nötig.