Hochzeitreise Das Ziel von Frederik und Mary bleibt geheim

Der dänische Kronprinz Frederik und Prinzessin Mary haben den Hochzeitsball auf Schloss Fredensborg in einer Hof-Limousine mit klappernden Konservendosen am Auspuff mit geheimen Ziel verlassen.

Der dänische Kronprinz Frederik (35) und Prinzessin Mary (32) sind am Samstag zu einer Hochzeitsreise mit streng geheimem Ziel aufgebrochen. Das Paar verließ den Hochzeitsball auf Schloss Fredensborg nördlich von Kopenhagen um 01.15 Uhr in einer Hof-Limousine mit klappernden Konservendosen am Auspuff. Vorher hatten Frederik und Mary den vom Fernsehen direkt übertragenen Hochzeitswalzer getanzt.

Beim Galafest für 400 Angehörige aller europäischen Königshäuser sowie australische Verwandte und Freunde der Professorentochter Mary Donaldson hatte Dänemarks Thronfolger eine sehr gefühlvolle Rede an seine Ehefrau gehalten. "Dieser Augenblick, das sind wir beide. Neu zusammen, jung zusammen, unschuldig zusammen, verliebt zusammen - einfach zusammen. Du gibst mir Sicherheit, Freude und Glück."

Tränenreiche Jubelfeier

Die mit ihrem Jawort von der Marketingmanagerin Mary Donaldson zu Prinzessin Mary gewordene Ehefrau kämpfte bei der Rede heftig mit Tränen. Vorher hatte vor allem der Kronprinz mehrfach seine Rührung offen gezeigt. Andererseits strahlte der älteste Sohn von Königin Margrethe II. bei der Trauung, der gemeinsamen Kutschenfahrt durch Kopenhagen, dem Winken von Schloss Amalienborg und dem abschließenden Hochzeitsball mit seinem offenen Lachen in Richtung Braut und Menschenmenge immer wieder große Freude aus.

Die dänische Königin sagte in ihrer Festrede, ganz Dänemark heiße Prinzessin Mary "mit offenen Armen willkommen". Sie besitze innere Stärke, strahle Ruhe und Wärme aus und erwecke damit Vertrauen. An ihren Sohn gewandt meinte die Regentin: "Als du Mary getroffen hast, wurde es Frühling in deinem Gemüt." Der Prinz selbst hatte in seiner Rede über die Zeit vor der Begegnung mit seiner Frau vor vier Jahren gesagt: "Meine Welt war oft einsam."

Der unbefangene Umgang des Prinzen mit seinen Gefühlen bei der Hochzeit lieferte den Dänen den meisten Gesprächsstoff. Das üblicherweise im Vordergrund stehende Brautkleid erhielt einhellig Bestnoten für seine schlichte Eleganz. "Schöner geht es einfach nicht", schrieb die Zeitung "Berlingske Tidende" am Tag nach dem Fest über die perlmuttweiße und schulterfreie Kreation des dänischen Modeschöpfers Uffe Frank. Einschließlich der 100 Jahre alten Spitzenbesätze und des sechs Meter langen Schleiers hatte die Braut dabei ein Gewicht von zehn Kilo Stoff am Leib.

Von Thomas Borchert/DPA


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