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Interview mit Selena Gomez: "Da wird gegrapscht und gefummelt"

In ihrem Film "Spring Breakers" entfernt sich Selena Gomez von ihrer süßen Disney-Persönlichkeit. Mit stern.de sprach sie über den kalkulierten Imagewechsel und heruntergerissene Oberteile.

Von Frank Siering, Los Angeles

Ihre Teenie-Zeiten als lieber Disney-Star sind ganz offensichtlich vorbei. In "Spring Breakers" geht es um Sex, Gewalt, Alkoholexzesse. Was sagt Ihre Mutter zu diesem Film?

Oh, meine Mutter war es, die mir zu diesem Film geraten hat. Sie ist total begeistert.

Sie sind die meiste Zeit nur im Bikini zu sehen. War das besonders schwierig für Sie?

Ja, das war nicht ganz leicht. Ich bin eigentlich total schüchtern, was meinen Körper angeht. Ich habe mich vor den Dreharbeiten selbst auf Diät gesetzt. Keine Hamburger, keine Pommes. Aber am meisten Sorgen habe ich mir um meine jungen Fans gemacht.

Warum denn das?

Nun, mir ist natürlich auch klar, dass es in dem Streifen ziemlich zur Sache geht. Aber ich halte den Film für ein Kunstwerk. Meine Fans sehen es hoffentlich genauso.

"Spring Breakers" dreht sich um die Orgien, die Tausende von Studenten im Frühjahr in Florida und anderen Teilen der USA feiern. Sie lassen dann so richtig die Sau raus. Wie haben Sie Spring Break erlebt?

Bis zu den Dreharbeiten zu diesem Film gar nicht. Ich arbeite seit ich 15 Jahre alt bin. Und ich bin nie zur Uni gegangen. Und ganz ehrlich: Selbst wenn, meine Mutter hätte mich niemals zu diesen wilden Orgien reisen lassen. Sie war sehr streng.

Was hat Sie am meisten geschockt bei den Dreharbeiten?

Was die Mädchen zum Teil tun, ist schon echt krass. Die reißen sich ihre Oberteile vom Leib, da wird gegrapscht, gefummelt, das ist schon extrem. Gott sei Dank hatte ich Vanessa (Hudgens) dabei. Die hat auf mich aufgepasst.

Hand aufs Herz, liebe Selena. Ganz so unschuldig sind nun auch Sie nicht mehr. Immerhin knutschen Sie im Film mit einer anderen Frau herum, nuckeln an einer Wasserpfeife ...

Und es hat mir sogar gefallen. Es war ja nicht wirklich frivol. Aber im echten Leben küsse ich dann doch lieber Jungs.

Nur nicht mehr den lieben Justin Bieber…

Kein Kommentar!

Glauben Sie, dass dieser Film ein wichtiger Schritt für ihre Karriere ist?

Ja, absolut. Ich habe echt mal was ganz anderes gewagt. Und darauf bin ich total stolz. Manchmal must du etwas wagen, um dich weiterentwickeln zu können.

Der Film hat in den USA nicht nur gute Kritiken erhalten. Wie gehen Sie eigentlich mit Kritik um?

Gut, solange sie konstruktiv ist. Ich mag es nicht, wenn man Leute zerreißt, nur weil das gerade angesagt ist. Hinter jeder Kritik muss immer auch Substanz stecken. Dann kann ich mich damit gut auseinandersetzen.

Bereuen Sie es eigentlich, niemals auf die Uni gegangen zu sein?

Ein bisschen schon. Ich hatte immer das Gefühl, dass meine Karriere als Entertainerin meine Uni ist. Es ist anders, als in einem Klassenzimmer zu sitzen, aber ich darf mich über mein Leben mit Sicherheit nicht beklagen.

Im Film geht es auch um echte Freundschaft. Wie wichtig ist es eigentlich, dass man Freundschaften pflegt in Ihrem Geschäft?

Sehr wichtig. Du brauchst gute Freunde im Showgeschäft. Das Business ist einfach zu hart, um es alleine zu schaffen.

Frank Siering, Los Angeles
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