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Jackson-Inteview: "Je berühmter der Star, desto größer das Ziel"

Eigentlich hatte das Gericht Michael Jackson verboten, sich öffentlich zu seinem Prozess zu äußern. Doch jetzt wies er in einem Interview alle Vorwürfe gegen ihn als "Fiktion" zurück.

In seinem ersten TV-Interview seit seiner Anklage vor zehn Monaten hat sich Michael Jackson als "Zielscheibe" dargestellt und die Sensationsberichte über ihn als Erfindungen zurückgewiesen. "Je berühmter der Star, desto größer das Ziel", sagte er dem Sender Fox News in dem Gespräch, das am Samstag ausgestrahlt werden soll. Auszüge wurden bereits am Donnerstag veröffentlicht. Die meisten Berichte über ihn seien Fiktion, sagte Jackson darin. "Aber am Ende siegt die Wahrheit. Ich glaube fest daran."

Jackson wird vorgeworfen, einem heute 15-jährigen Jungen Alkohol verabreicht und sexuelle Handlungen an ihm vorgenommen zu haben. Der selbst ernannte "King of Pop" weist die Vorwürfe zurück. Ihm werden in zehn Anklagepunkten unzüchtige Handlungen, Kindesentführung, Erpressung und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Sollte er verurteilt werden, drohen dem Popstar bis zu 20 Jahre Haft.

Das Gericht in Santa Maria an dem der Prozess wegen Kindesmissbrauchs gegen den Popstar geführt wird, hat ihm verboten, sich öffentlich zu dem Fall zu äußern. Seine Aussagen in dem Interview sind deswegen sehr indirekt.

Sexhefte auf Neverland Ranch gefunden

Gerade weil er immer wieder zur Zielscheibe von Spekulationen würde, habe er sich ganz bewusst seine Ranch gebaut. "Ich habe die Neverland Ranch als Heimat für mich und meine Kinder geschaffen, damit ich dort tun kann, was ich in meiner Kindheit nicht tun konnte." Damals sei er immer auf Tournee gewesen und habe hart arbeiten müssen. Im Vorfeld des Prozesses hatte die Staatsanwaltschaft Sexheftchen und Filme auf der Ranch sichergestellt, auf denen auch die Fingerabdrücke des 15-jährigen Klägers gefunden worden sein sollen.

AP/Reuters / AP / Reuters
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