Jim Morrison Vater ist stolz auf den Doors-Sänger


Trotz des anscheinend tiefen Grolls gegen seine Familie ist der Vater von Doors-Sänger Jim Morrison stolz auf seinen verstorbenen Sohn. Er sieht seine Feindlichkeit als eine Art Schutzmechanismus an.

Der Vater des legendären Doors-Sängers Jim Morrison hat das Schweigen über seinen extrovertierten Sohn gebrochen. Er sei stolz auf ihn und blicke mit Wohlwollen auf dessen Leben, sagt George Morrison in einem Erinnerungsband an den 1971 gestorbenen Sänger. Der Tod Morrisons sei "bedauerlich".

Die Aussagen von George Morrison sind nicht zuletzt deswegen bemerkenswert, weil Jim ein äußerst konfliktträchtiges Verhältnis zu seiner Familie pflegte. In dem Lied "The End" sang er davon, dass er seinen Vater töten und mit seiner Mutter schlafen möchte. Im Spaß sprach er davon, dass seine Familie tot sei.

Groll zum Schutz

Die Eltern und die Geschwister nehmen an, dass Jim Morrisons Feindseligkeit sie in Wirklichkeit vor zu viel öffentlicher Aufmerksamkeit schützen sollte. "Er wollte uns vielleicht abschirmen", sagt George Morrison. Jim Morrison, einer der bedeutendsten Vertreter des Rock'n'Roll, starb in Paris an einem Herzanfall. Sein Grab auf dem Friedhof Pere Lachaise ist eine der meist besuchten Plätze der Stadt. Es sei schon eine Ehre für die Familie, dass der Sohn neben Menschen wie dem Komponisten Frederic Chopin, der Sängerin Edith Piaf und dem Schriftsteller Oscar Wilde begraben liege, sagt Morrison. Das Buch "The Doors by the Doors" soll in dieser Woche erscheinen.

Reuters Reuters

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