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Karl Lagerfeld: "Schlafe am Steuer immer ein"

Der Grandsigneur des Modedesigns, Karl Lagerfeld, fährt kein Auto mehr. Grund: Bei Motorgeräuschen schlafe er immer ein. Er habe deswegen schon zwei Unfälle gebaut.

Gestresste Eltern kennen das Phänomen: Wenn der Nachwuchs partout nicht einschlafen will, bietet sich eine Autofahrt um den Block an. Manchmal scheint sich die beruhigende Wirkung des Schunkelns und Brummens auch länger zu halten als die ersten paar Lebensjahre. Der Modeschöpfer Karl Lagerfeld etwa schläft am Steuer immer ein. Weshalb er kein mehr Auto fährt.

In der am Montag ausgestrahlten Talkshow "Beckmann" gestand der 65-Jährige: Auch wenn er als Jugendlicher den Führerschein gemacht habe, könne er nicht Autofahren. Grund: Bei Motorgeräuschen schlafe er immer ein. "Ich habe deshalb zwei Unfälle gehabt und beide nur durch ein Wunder überlebt."

Zuerst habe er ein grünes VW-Käfer-Cabriolet zu Schrott gefahren, dann einen elfenbeinfarbenen Mercedes 190 SL mit roten Sitzen, der zuvor Rosemarie Nitribitt gehört habe, so Lagerfeld. Der Mercedes sei an einem Baum gelandet: "Ich bin noch rausgesprungen, dann ist der Wagen 150 Meter nach unten gefallen. Danach habe ich beschlossen, ich bleibe von der Straße besser weg."

Statt mit Autos umgibt sich der Modeschöpfer lieber mit guten Freunden. Als wichtigste Frau in seinem Freundeskreis nannte er Caroline von Hannover, vormalige Prinzessin von Monaco: "Sie ist perfekt, sie hat alles. Sie hat irgendetwas, was alle anderen nicht haben." Mit ihr werde es nie langweilig, sie sei "vollkommen in ihren Kenntnissen, steht allem frei gegenüber und hat keine Vorurteile."

Auch ihren Ehemann Ernst August Prinz von Hannover, der in Deutschland eher mit Negativ-Schlagzeilen auf sich aufmerksam machte, verehrt der Modeschöpfer: "Ich bin sein größter Fan." Er liebe seine Energie, seinen Humor und seinen Witz. "Er ist etwas ungeduldig mit der Presse und den Fotografen, aber warum auch nicht? Er hat ja nichts zu verkaufen."

DPA
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