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Kate Moss: Der Fall eines Supermodels

Das britische Supermodel Kate Moss soll nach dem Genuss von Kokain, Crack und Ketamin jetzt Hilfe in einer Londoner Entzugsklinik suchen. Wie schon 1998 will sie sich in der Londoner Priory Klinik behandeln lassen.

Allerdings wolle sich Moss diesmal nicht für eine bestimmte Zeit in die Klinik begeben, sondern als Tagespatientin behandeln lassen, zitierte das Blatt einen nicht genannten Freund der 31- Jährigen. Angeblich war sie beim Konsum von Kokain, Crack und Ketamin erwischt worden.

Reihenweise Vertragskündigungen

Das populäre Model hatte sich nach ausführlichen Berichten über Kokain-Partys und der Abkehr einiger ihrer wichtigsten Auftraggeber in einer schriftlichen Erklärung entschuldigt. Dies reiche aber nicht aus, sagte Kollegin Naomi Campbell, die ihrerseits 2003 ihren Drogenzuspruch im Fernsehen gebeichtet hatte. Nach Angaben des "Sunday Mirror" sei dies die einzige Chance für Moss, ihre Karriere auf dem Laufsteg zu retten und das Publikum wieder für sich zu gewinnen.

Die Modehäuser Chanel und Burberry haben bereits ihre Verträge mit Kate Moss gekündigt und die Bekleidungskette H&M eine geplante Kampagne mit ihr abgesagt. Das Kosmetikunternehmen Rimmel überprüft den laufenden Vertrag mit ihr. Auch der Schmuckkonzern H. Stern erwägt eine Trennung. Juwelier Hans Stern wisse noch nicht, ob Kates Skandale Auswirkungen auf das Image seines Unternehmens hätten, berichtete der "Spiegel". Die Londoner Polizei hat Ermittlungen angekündigt, und die Sozialbehörde will prüfen, ob sie ihrer Erziehungspflicht an ihrer dreijährigen Tochter Lila Grace nachkomme.

Karriere nur angehalten?

Der "Sunday Mirror" widersprach am Wochenende Mutmaßungen, dass die Karriere des millionenschweren Models vorbei sei. "Die Karriere ist nur angehalten, bis die Runde von Bedauern, Bereuen und Selbst- Geiselung ihr Wunder vollbracht hat. Sie wird nicht angeklagt werden, sie wird ihre Tochter nicht verlieren. Sie glaubt vielmehr (und damit hat sie vielleicht auch Recht), dass der ganze Rummel sie nur noch berühmter macht", schrieb Kolumnistin Carole Malone. Man könne darauf wetten, dass Kate Moss in zwölf Monaten alle jetzt verlorenen Verträge wieder zurückerhalte mit der Rechtfertigung, sie habe ja so hart gearbeitet, um von den Drogen loszukommen.

DPA

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