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Kate Moss: Kummersaufen und Trostzigaretten

Es sollte für immer sein. Hochzeit, Kinder, das ganze Programm. Doch jetzt ist die Beziehung von Model Kate Moss und Musiker Jamie Hince gescheitert. Prompt fällt Moss in ihre schlimmsten Gewohnheiten zurück.

Von Martina Ochs

Sie habe in ihm die große Liebe gefunden, hieß es stets von ihrer Seite. Wie zur Bestätigung ihrer Gefühle ließen sich Kate Moss und Jamie Hince noch vor wenigen Tagen gemeinsam tätowieren: Der Anker über ihren rechten Handgelenken sollte wohl Einigkeit und eine Bindung für die Ewigkeit symbolisieren. Doch die Ewigkeit dauerte nur eine gute Woche, dann trennte sich Kate von Jamie.

Auch das Beziehungs-Aus soll gleich für immer sein. Sie sei seine ewige Nörgelei leid gewesen, heißt es aus ihrem Umfeld. Denn angeblich hat der 39-jährige Jamie immer häufiger ihren Lebenswandel kritisiert: "Ich habe deine ewige Feierei satt", soll er gesagt und gefordert haben: "Führe endlich ein normales Leben, bleib häufiger zu Hause und kümmere dich mehr um deine Tochter."

Spießig. Kleinlich. So sieht es zumindest Party-Dauergast Kate. Warum auch verzichten, wenn man doch anscheinend alles haben kann - Nachtleben, Mann, Kind und Karriere? Doch ganz so einfach läuft es wohl doch nicht, auch nicht für eine erfolgsverwöhnte Frau wie das Model. Jedenfalls leidet die 34-Jährige nun, wie man eben leidet, wenn sich ein Lebenstraum plötzlich als Luftblase erweist: grausam. Grenzenlos. Und in ihrem Fall geradezu selbstzerstörerisch.

"Es ist aus mit Jamie - endgültig"

Fatal, dass die Trennung zudem punktgenau mit dem Beginn der London Fashion Week zusammenfiel, bei dem das Model und ihr Rockstar-Freund eigentlich zu etlichen Shows und Partys als Star-Gäste erwartet wurden. Statt wie geplant gemeinsam bei der Naomi-Campbell-Charity-Show in der ersten Reihe zu sitzen, glänzten beide bei dem Event durch Abwesenheit; auch die Eröffnung der Fotoausstellung ihrer guten Freundin Mary McCartney versäumte Kate ohne Entschuldigung. Und als sich das Model dann schließlich am Donnerstag erstmals bei der Vivienne-Westwood- Show blicken ließ, flüchtete sie sich schon nach kurzer Zeit weinend in eine Ecke. "Es ist aus mit Jamie, endgültig aus", habe sie geschluchzt, berichten Augenzeugen.

Kein Trösten, kein gutes Zureden ihrer Begleiterinnen Allegra Versace und Kimberly Stewart halfen, Kate weinte weiter, ließ sich kaum beruhigen. Frappierend und beängstigend, wie sehr ihr Anblick wenig später an ihre schlimmsten Zeiten erinnerte: Als sich die Truppe nach der Westwood-Show zum Feiern in den Nachtclub "Bungalow 8" aufmachte, musste sich das Model von der selbst immer noch sehr fragilen Allegra Versace an der Hand nehmen und stützen lassen. Im Taxi bettete sie sogar erschöpft ihren Kopf in Allegras Schoß - so viel Champagner hatte sie bereits intus.

Kate Moss tanzte völlig weggetreten

Im "Bungalow 8" tanzte sie dann völlig enthemmt einen wildfremden Gast in Go-Go-Manier an. Der erklärte später süffisant gegenüber einem Freund: "Sie ist einfach unglaublich, es macht großen Spaß mit ihr. Mit ihr lässt sich bestimmt auch anderweitig wunderbar die Zeit vertreiben." Kate selbst dürfte von ihrem Ausrutscher nichts mehr mitbekommen haben, sie war zu diesem Zeitpunkt längst vollkommen weggetreten. Trotzdem feierte die Gruppe auch noch in einem zweiten Club, dem "Punk", weiter.

Oh Kate, so weit sollte es doch niemals mehr mit dir kommen! Schon befürchten Freunde, sie werde ohne Jamie an ihrer Seite bald wieder ganz in ihr altes Muster zurückfallen, noch mehr feiern, noch mehr trinken - und wieder Drogen nehmen bis zum Exzess. Eine berechtigte Sorge. Zumal sich zu allem Übel direkt nach Kates Club-Absturz noch ein Katastrophenkandidat aus der Versenkung zu Wort meldete: Pete Doherty. "Er will Kate unbedingt zurückhaben und glaubt, er habe immer noch eine Chance. Für ihn ist sie immer noch die Frau seines Lebens", so ein enger Freund zum britischen Blatt "Mirror".

Sogar mit gut gemeinten Telefonanrufen terrorisiere er sie täglich, wie schon bei ihren letzten kurzzeitigen Trennungen von Jamie Hince. Trotzdem denke Kate (noch) nicht daran, ihn zurücknehmen, heißt es. Das wäre dann wenigstens eine gute Entscheidung, die sie in letzter Zeit getroffen hat.

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