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Britisches Königshaus König Charles III. will Geringverdienern am Hof einen Bonus aus eigener Tasche zahlen

König Charles III.
König Charles III. lässt seine Mitarbeiter:innen nicht im Regen stehen.
© Danny Lawson / AFP
Hofbedienstete von König Charles III. mit besonders geringem Gehalt leiden sehr unter der wirtschaftlichen Lage in Großbritannien. Der Monarch möchte daher "Hunderten" einen einmaligen Bonus von bis zu 600 Pfund bezahlen – aus eigener Tasche.

Die wirtschaftliche Situation in Großbritannien sieht nicht gut aus. Die Kosten steigen, während die Löhne stagnieren. Davon besonders hart betroffen sind wenig überraschend diejenigen, denen ohnehin nur wenig Geld zur Verfügung steht. Dazu gehören offenbar auch "Hunderte" Menschen, die für das britische Königshaus arbeiten. Die "Sun" berichtet nun, dass König Charles III. eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von bis zu 600 Pfund Sterling, umgerechnet knapp 700 Euro, plant. 

"Hunderte" Diener:innen mit geringem Einkommen

Diesen royalen Bonus sollen alle erhalten, die weniger als 30.000 Pfund Sterling jährlich verdienen – also rund 35.000 Euro. Den Berichten zufolge sind das nicht wenige Personen. In dieser Gehaltsklasse bewegen sich beispielsweise Reinigungskräfte, Teile der Dienerschaft und einfache Bedienstete, die sogenannten "Royal Footmen". Tatsächlich ist kaum eine Stelle, die derzeit ausgeschrieben ist, höher taxiert.

Das Geld für die Boni stammt laut "Sun" aus dem Privatvermögen des Königs, auf Steuergelder wolle der Monarch für diese Zahlung nicht zurückgreifen. Die Gesamtsumme soll mehrere Zehntausend Pfund betragen, heißt es. 

Ein Insider soll der "Sun" den genauen Schlüssel für die Bonuszahlungen verraten haben. Demnach bekommen auch Angestellte mit höheren Gehältern einen Bonus, allerdings soll dieser geringer ausfallen. Bei Jahreseinkünften zwischen 30.000 und 40.000 Pfund kämen einmalig 400 Pfund dazu, bis 45.000 seien es noch 350 Pfund. Einzelpersonen, die dem königlichen Haushalt angehören, erhielten 200 Pfund.

König Charles III. spart auch an sich selbst

König Charles III. scheint auch an sich selbst zu sparen. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage des Landes soll seine Krönung im kommenden Mai weniger pompös ausfallen als ursprünglich geplant. Insgesamt fünf zeremonielle Bereiche habe Charles III. zusammengestrichen, auch die Dauer der Krönung und die Gästeliste seien gekürzt worden. Sogar die Kleiderordnung wurde angepasst – denn nach Meinung des Königs gehören besonders prunkvolle Stücke, wie beispielsweise teure Hermelin-Pelze, ins Museum – nicht in eine öffentliche Parade.

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