Madonna-Adoption Planierraupe für ein besseres Leben


Madonna hat ihr Schweigen um Davids Adoption gebrochen und in amerikanischen Medien für Wirbel gesorgt: Sie habe dem Vater zunächst finanzielle Hilfe angeboten, die dieser ablehnte. Erst da habe sie an eine Adoption gedacht.

Madonna hat nach eigenen Angaben vor der Adoption eines malawischen Kindes dem Vater Unterstützung angeboten. Sie habe Yohane Banda vorgeschlagen, das Kind in Malawi zu lassen und ihm dort zu helfen, sagte die US-Sängerin in einem Interview mit der BBC. Kritikern ihrer geplanten Adoption warf die Sängerin unterschwelligen Rassismus vor: "Ich denke, viele Leute haben ein Problem mit der Tatsache, dass ich ein afrikanisches Kind angenommen habe, ein Kind, das eine andere Hautfarbe hat als ich", sagte der Popstar in einem Interview der NBC-Sendung "Today".

Die geplante Adoption des einjährigen Jungen hat eine erhitzte Debatte ausgelöst. Hilfsorganisationen in Malawi wollen eine gerichtliche Überprüfung der Adoption erreichen um sicherzustellen, dass alle Gesetze eingehalten wurden.

"Ich habe dem Vater diese Option angeboten, und er hat abgelehnt", sagte Madonna. Der Popstar reagierte auch auf Berichte, nach denen der Junge im Waisenhaus regelmäßig von seiner Familie besucht wurde. "Mir wurde gesagt, dass er seit seinem Eintreffen im Waisenhaus nicht von weiteren Verwandten besucht worden sei." Erst deshalb habe sie begonnen, sich ernsthaft für den Jungen zu interessieren. "Wenn man mir gesagt hätte, dass er gut versorgt ist, hätte ich nicht weiter über die Sache nachgedacht."

Eine Planierraupe, die David den Weg ebnet

Der Zeitschrift "Bunte" sagte Davids Vater Banda unterdessen, Madonna sei "wie eine Planierraupe, die meinem Sohn den Weg in ein besseres Leben geebnet hat". Er habe Madonna als "gut gelaunte, fröhliche Frau" erlebt, sagte Banda in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview. Zum Abschied von David habe er eine Ziege geschlachtet. "Ich war in diesem Moment sehr glücklich, weil David nun in England ein neues Leben beginnen kann."

AP/Reuters AP Reuters

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