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Größenwahn: Madonna vergleicht sich mit Nelson Mandela

Die einstige Pop-Ikone "Madonna" scheint endgültig jeglichen Bezug zur Realität verloren zu haben. Jetzt vergleicht sich das Material Girl auch noch mit Martin Luther King Jr. und Mandela.

Von Frank Siering, Los Angeles

Die ehemalige Pop-Ikone vergleicht sich mit Mandela und Martin Luther King Jr. Ist Madonna mit ihrer Marketing-Kampagne zu weit gegangen?

Die ehemalige Pop-Ikone vergleicht sich mit Mandela und Martin Luther King Jr. Ist Madonna mit ihrer Marketing-Kampagne zu weit gegangen?

Die ganz großen Zeiten von Material Girl Madonna sind längst vorbei. Das weiß mittlerweile die gesamte Musik-und Filmindustrie. Nur Madonna selbst, mittlerweile 56 Jahre alt, scheint das noch nicht begriffen zu haben.

Ständig versucht sie mit kleinen "Schock"-Auftritten an ihre alten Ruhmeszeiten anzuknöpfen. Meist endet das in peinlichen Meldungen oder – für Selbstdarstellerin Madonna wohl noch viel schlimmer – versandet unbemerkt im unendlichen Orkus des Internets.

Ganz besonders dubios ist ihr erneuter Versuch, in den Sozialen Netzwerken noch eine Rolle zu spielen. Na klar hat auch die Vierfach-Mama ein Instagram-Konto, auf dem sie meist – so notiert das Branchenblatt Variety - "schlechte Photojob-Bilder stellt" und sich mit Referenzen an alte (und längst verstorbene) Freunde wie Andy Warhol oder Keith Haring wichtig tut.

Sinn für Realität verloren?

Nun allerdings scheint Madonna den Sinn für alle Realität verloren zu haben. Mit einer Serie von neuen "Posts" auf Instagram versucht sie mit letzter Mühe ihr neues Album "Rebel Heart" zu promoten.

Auf den ins Netz gestellten Bildern vergleicht sie sich mit solch historischen Größen wie Martin Luther King, Mandela und Bob Marley. Doch die Geschmacklosigkeit hört an dieser Stelle noch nicht auf. Die Porträts zeigen Madonna und die nach Madonnas Einschätzung geistlich Gleichgesinnten mit einem schwarzen Kabel um den Kopf gewickelt.

Unter die jeweiligen Fotos der verkabelten Promi-Gesichter steht eine kurze Hashtag-Nachricht. Bei Mandela zum Beispiel schreibt Madonna: "#rebelheart fought for freedom!" Und bei Martin Luther King Jr. bleibt die Sängerin ganz offensichtlich: "#rebelhaert had a dream!" Bob Marley muss für seine universale Liebesbotschaft herhalten: "#This rebelheart sang about ONE LOVE", so Madonna.

This ❤️#rebelheart had a dream!

A photo posted by Madonna (@madonna) on Jan 1, 2015 at 8:05am PST

This❤️#rebelheart fought for freedom!

A photo posted by Madonna (@madonna) on Jan 1, 2015 at 8:07am PST

Für diese schamlose Methode, berühmte Menschenrechtler zur Promo für ein neues Musikalbum zu benutzen, wird Madonna mit reichlich Hähme im Internet überschüttet.

Besonders übel nehmen ihr die Blogger und User, dass sie die historisch relevanten Images von Männern wie King und Mandela für eine lapidare Marketing-Kampagne ausnutzt. "Von Madonna habe ich mehr erwartet", schreibt eine Netzsurferin, die sich als Beate_Abbey ausgibt. Bloggerin Elsiebowers fügt hinzu: "Hat mich jetzt auch offiziell als Fan verloren…".

Schamlose Marketing-Kampagne

Das neue Album von Madonna wird schon seit geraumer Zeit von angeblichen "Leaks" geplagt. Es scheint mittlerweile aber zum guten Ton zu gehören, Musik vor dem offiziellen "Release Datum" im Internet wiederzufinden. Madonna hatte – da sind sich Branchenkenner einig – sicherlich auch da ihre Finger im Spiel. Immerhin gilt sie als eine der genialste PR-Kuenstler ihrer Generation. Seit dem 20.Dezember sind nun auch ganz offiziell sechs Lieder der neuen Madonna-Platte zu hören.

An Madonna selbst scheint die neue Kritik aus dem Netz übrigens nicht unbemerkt vorbeizuziehen. Nur einen Tag vor den neuen kontroversen Fotos schrieb sie via Instagram: "Liebe Hasser, ich habe noch viel mehr für euch…habt Geduld". Und das zeigt dann doch schon wieder ein bisschen die alte Klasse der einstigen Pop-Ikone.