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Mel Gibson vor Gericht: Braveheart-Star muss nicht ins Gefängnis

Glück gehabt: Mel Gibson ist im Streit mit seiner Ex-Freundin Oksana Grigorieva mit einer Bewährungsstrafe davongekommen. Der Schauspieler muss nicht ins Gefängnis.

Wie die kalifornischen Justizbehörden am Freitag mitteilten, muss der Schauspieler nicht ins Gefängnis, weil sich der 55-Jährige geständig zeigte und zugab, seiner Ex-Freundin Gewalt angetan zu haben. Nach dem Geständnis ließ sich die Staatsanwaltschaft auf eine dreijährige Bewährungsstrafe ein.

Zudem muss der US-Star aus Filmen wie "Lethal Weapon" und "Braveheart" ein Training absolvieren, um seine Gewaltausbrüche künftig besser zu kontrollieren. Ferner muss Gibson 16 Stunden gemeinnützige Arbeit in der Kinderbetreuung leisten und 400 Dollar (etwa 290 Euro) Bußgeld zahlen. "Ich begreife gut, was mein Anwalt mit mir besprochen hat", antwortete der Schauspieler vor Gericht auf die Frage, ob er das Urteil verstanden habe. Sein Anwalt Blair Berk teilte mit, für seinen Mandanten hätten seine kleine Tochter Lucia sowie seine anderen Kinder vor allem anderen Priorität. Deshalb habe er ihn gebeten, "all dies zu einem sofortigen Ende zu bringen", fügte Berk hinzu.

Gibson wirkte ruhig und gefasst, mit knappen Antworten ging er auf die Fragen der Richterin ein. Hätte er die Vorwürfe angefochten, wäre es möglicherweise zu einem langwierigen Prozess gekommen. Dies wollte er seiner Kinder wegen vermeiden, erklärte Gibsons Anwältin Blair Berk vor Gericht. Seine Ex-Freundin, die russische Sängerin Oksana Grigorieva, war dem Termin ferngeblieben.

Zwischen den Eltern des kleinen Mädchens Lucia war es im Januar 2010 zu einem heftigen Streit mit Handgreiflichkeiten gekommen. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen häuslicher Gewalt ein. Gibson räumte im vorigen Sommer ein, er habe bei dem Streit die Hand erhoben aber nur, um seine Tochter zu schützen. Die Sängerin behauptete dagegen, Gibson habe ihr mit der Faust ins Gesicht geschlagen und sie dabei verletzt.

Die Karriere des zweifachen Oscar-Gewinners Gibson kam 2006 ins Stocken, nachdem er betrunken Auto gefahren war und einen Polizisten mit antisemitischen Äußerungen beschimpft hatte. In dem damaligen Fall war er zu drei Jahren auf Bewährung und einer Geldstrafe von 1300 Dollar verurteilt worden, nachdem er sich einer Entziehungskur unterzogen hatte.

AFP/DPA / DPA