Michael Jackson Der Popstar wehrt sich


Michael Jackson kritisiert, dass die Informationen über eine Abfindung in Millionenhöhe an ein angeblich von ihm misshandeltes Kind ausgerechnet während seines derzeitigen Prozesses ans Licht kommen.

Popstar Michael Jackson hat kritisiert, dass Einzelheiten über eine in den 90er Jahren gezahlte Millionenabfindung für ein angeblich von ihm sexuell missbrauchtes Kind veröffentlicht wurden. Der 45-Jährige, gegen den derzeit ähnliche Vorwürfe in einem anderen Fall erhoben werden, bekräftigte in einer kurzen schriftlichen Erklärung, dass er niemals einem Kind schaden würde. Er habe das Geld damals sehr zögerlich gezahlt angesichts des Schadens, den der Fall seiner Karriere hätte zufügen können. Es sei keinesfalls ein Schuldeingeständnis gewesen, betonte er.

Damals seien alle beteiligten Parteien zur Vertraulichkeit verpflichtet worden, erklärte Jackson, und er habe dies respektiert. Wer immer jetzt die Information an die Öffentlichkeit gegeben habe, zeige wenig Respekt vor dem Gericht, vor dem der aktuelle Fall behandelt wird, und versuche gleichzeitig, ihn anzugreifen. Vor Gericht werde er beweisen, dass er niemals einem Kind geschadet hätte.

15 Millionen Dollar Schweigegeld

Der US-Sender Court TV hatte am Dienstag unter Berufung auf die damaligen Verträge berichtet, dass Jackson 1993 rund 15 Millionen Dollar an einen Jungen gezahlt habe, der ihm sexuellen Missbrauch vorgeworfen hatte. Es war damals nicht zu einer Anklage gekommen. Über eine außergerichtliche Einigung war lange Zeit spekuliert worden. Court TV berichtete nun erstmals über die Höhe des damals offenbar gezahlten Betrags.

Im jetzigen Fall wird Jackson vorgeworfen, im Frühjahr 2003 einen Jungen mit Alkohol gefügig gemacht und missbraucht zu haben. Der nächste Gerichtstermin ist für den 25. Juni angesetzt. Jackson bestreitet die Vorwürfe.

AP AP DPA

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