In insgesamt 38 Tatbeständen muss Marius Borg Høiby sich ab dem 3. Februar verantworten, darunter Misshandlung, Sachbeschädigung, Bedrohung und vier Fälle von Vergewaltigung. Die ersten Vorwürfe gegen den Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit drangen im August 2024 an die Öffentlichkeit, als eine Ex-Freundin ihn anzeigte. In einer Kettenreaktion meldeten sich immer mehr mutmaßliche Opfer zu Wort. Rund ein Jahr später erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den mittlerweile 29-Jährigen.
Für das Verfahren gegen Marius Borg Høiby sind 28 Verhandlungstage angesetzt. Den mutmaßlichen Opfern wird während des Verfahrens besonderer Schutz eingeräumt. Lediglich zwei der insgesamt sechs betroffenen Frauen sind öffentlich bekannt. Marius' Mutter Mette-Marit und ihr Mann, Kronprinz Haakon, sind im Gerichtsaal nicht anwesend. Zudem herrscht ein striktes Fotoverbot.
Mutmaßliches Høiby-Opfer: "Es tat weh"
Im Zeugenstand erinnert sich das mutmaßliche Opfer an die betreffende Nacht und daran, dass Marius Borg Høiby und sie zunächst einvernehmlichen Geschlechtsverkehr hatten. Im Verlauf der Nacht sei der 29-Jährige mehrmals zurück in ihr Bett gekommen und habe sie geweckt. Bei einer Gelegenheit sei sie aufgewacht und habe festgestellt, dass Mette-Marits Sohn ohne vorherige Absprache den Geschlechtsverkehr begonnen habe. "Ich erinnere mich, wie ich einen kleinen Schock erlitt. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet", sagt das mutmaßliche Opfer laut der norwegischen Zeitung "VG". Auf Nachfrage fügt sie hinzu: "Es tat weh. Der Körper war darauf nicht vorbereitet."
Kronprinz Haakon war dabei
Neue Vorwürfe gegen Marius Borg Høiby
Erneuter Besuch des Kronprinzen
Marius Borg Høiby brach im Gericht zusammen
Kronprinz Haakon meldet sich zu Wort
Mette-Marit entschuldigt sich für Epstein-Kontakt
In der Mitteilung schrieb der norwegische Hof einleitend: "Wir verstehen die starken Reaktionen auf das, was in den letzten Tagen bekanntgeworden ist." Mette-Marit distanziere sich entschieden von Epsteins Übergriffen und kriminellen Handlungen. Sie bedaure sehr, nicht früher erkannt zu haben, was für ein Mensch er war.