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NACHWUCHS: Japans kleine Prinzessin kehrt heim

Eine Woche nach der Geburt von Töchterchen Aiko durfte die japanische Kronprinzessin Masako ihren 38. Geburtstag zu Hause verbringen.

Die japanische Kronprinzessin Masako hatte am Sonntag gleich doppelten Grund zum Feiern: Eine Woche nach der Geburt von Töchterchen Aiko durfte Masako ihren 38. Geburtstag zu Hause im Kreise ihrer jungen Familie verbringen. Begleitet vom Jubel Tausender Bürger hatte Kronprinz Naruhito (41) seine Frau und Tochter am Vortag aus der Kaiserklinik abgeholt. Masako strahlte vor Mutterglück, als sie ihre in weiße Spitze gewickelte Prinzessin erstmals der Öffentlichkeit zeigte. Das Baby ließ sich jedoch von der Aufregung nicht beeindrucken: Aiko schlummerte friedlich im Arm ihrer Mutter.

Eine leichte Geburt

Mit mehrmaligen Verbeugungen und Worten des Dankes verabschiedete sich das Kronprinzenpaar bei den Schwestern und Ärzten, die sich vor dem Ausgang des Krankenhauses aufgereiht hatten. Sie hatten Aiko auf natürliche Weise, ohne Kaiserschnitt zur Welt geholt, wie Masakos Chefarzt Osamu Tsutsumi der Presse erzählte. Die Kronprinzessin habe eine leichte Geburt gehabt, da Masako während der Schwangerschaft viel Gymnastik betrieben habe. Als sich das Paar in einer Limousine auf den 2,5 Kilometer langen Heimweg zum Kronprinzenpalast machte, lag ihr Töchterchen in einem Kindersitz zwischen ihnen.

3500 »Fans« am Krankenhaus

Begeisterte Bürger riefen laut »Prinzessin Aiko« oder »Herzlichen Glückwunsch« und schwenkten Fähnchen mit dem Sonnenbanner. Lächelnd winkte die in ein weißes Kostüm gekleidete Masako dem Volk aus ihrem geöffneten Autofenster zu. Gut 3500 Bürger jubelten laut Medien vor dem kaiserlichen Palast. »Prinzessin Masako hat schon einen richtigen mütterlichen Blick. Sie scheint sehr glücklich zu sein«, schwärmte die 35-jährige Harumi Kobayashi. Sie war früh am Morgen aus Tokios Nachbarprovinz Chiba in die Hauptstadt gereist, um Masako und ihr Baby zu sehen. Die Prinzessin ist das erste Kind des Kronprinzenpaars nach acht Jahren Ehe und war in Japan sehnlichst erwartet worden.

»Liebe« und »Kind«

Nach Angaben des Haushofamts vom Samstag hat die kleine Aiko seit ihrer Geburt 34 Gramm zugenommen und wiegt nun 3136 Gramm. Die Körpergröße beträgt unverändert 49,6 Zentimeter. Mutter und Kind gehe es gut. Dennoch sollte Masako nach Einschätzung ihres Chefarztes die nächsten beiden Monate keine öffentlichen Aufgaben wahrnehmen. Ihr Mann bedankte sich am Wochenende noch bei einer Teezeremonie bei etwa 60 Personen. Seine Frau hatte ihre Tochter am vergangenen Montag erstmals gestillt. Am Freitag hatte die Kleine dann den Namen Aiko erhalten, dessen zwei Schriftzeichen »Liebe« und »Kind« bedeuten.

Wird Aiko eine Kaiserin?

Ihr offizieller Titel ist Prinzessin Toshi (zu deutsch »Respekt«), den sie nun während ihrer Kindheit tragen wird. Ihr Name wird an diesem Montag im kaiserlichen Familienregister eingetragen. Ob die Prinzessin jedoch je den Kaiserthron besteigen wird, ist ungewiss. Denn das Hofgesetz lässt bisher nur männliche Erben auf dem Thron zu.

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