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Nett sein heißt erben: Das Testament des Herrn Lagerfeld

Bitte nicht drängeln, jeder kriegt etwas. Modezar Karl Lagerfeld hat versprochen, in seinem Testament alle zu beglücken, die "nett" zu ihm waren - auch das Personal. Nur eine geht leer aus.

Nett ist die kleine Schwester von ... Sie wissen schon. Manchmal zahlt sich Nettigkeit allerdings auch aus. Wenn man Karl Lagerfeld freundlich behandelt, zum Beispiel. In der Zeitschrift "Bunte" hat der millionenschwere Modeschöpfer am Dienstag angekündigt, dass er sein Vermögen nach seinem Tod an viele Menschen aufteilen wolle. "Alle, die nett zu mir waren, die viel für mich getan haben und sich toll benommen haben, bekommen auch etwas", so Lagerfeld. Selbst das Personal könne auf einen Geldsegen hoffen - "damit sie nie wieder für andere Leute arbeiten müssen". Bei ganz besonderen Menschen will Lagerfeld eine Ausnahme machen - und ihren Erbteil schon zu Lebzeiten auszahlen.

Im Gegensatz zu Rudolph Moshammer, der sein Hündchen Daisy zur Alleinerbin eingesetzt hatte, werde Lagerfelds Lieblingskatze Choupette allerdings leer ausgehen. "Was Choupette betrifft, hoffe ich, dass ich so lange lebe wie sie. Oder sie so lange wie ich." Bleibt für den Vierbeiner nur zu hoffen, dass Herrchen noch einen Moment auf Erden weilen wird. Bis dahin hat die Siamkatze nämlich ausgesorgt: Wie Lagerfeld in "Bunte" erklärt, bekomme Choupette Wasser stets in einem Silberbecher serviert und spiele gerne "mit einem Würfel aus gefärbtem Nerz", natürlich von Fendi. Zudem hat die Katzendame gleich zwei persönliche Bedienstete - und ein eigenes Twitter-Konto.

Zurücklehnen sollten sich die Lagerfeld-Freunde aber nicht. Ganz im Gegenteil: Am sichersten fährt derjenige, der noch eine Schaufel Nettigkeit drauflegt. Denn der Modezar gibt in dem Gespräch auch eines unmissverständlich zu verstehen: Noch könne sein Testament täglich geändert werden ...

jwi (mit Bang)
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