Die britische Königsfamilie hüllt sich seit der Veröffentlichung von über drei Millionen Epstein-Dokumenten in der vergangenen Woche in Schweigen. Darin gibt es auch wieder brisante Enthüllungen rund um Andrew Mountbatten-Windsor (65). Doch nun hat sich Prinz Edward (61) als erstes Mitglied der Royals öffentlich zu dem Skandal seines Bruders geäußert.
Am Dienstag wurde der jüngste Bruder von König Charles (77) am Rande des World Government Summit in Dubai von CNN-Reporterin Eleni Giokos auf die Akten angesprochen. "Nun, bei allem guten Willen bin ich mir nicht sicher, ob nicht dies das Publikum ist, das sich wahrscheinlich am wenigsten dafür interessiert", erklärte Edward zunächst mit Blick auf die Konferenzteilnehmer. "Sie alle sind hierhergekommen, um sich über Bildung zu informieren und Lösungen für die Zukunft zu finden." Dann fügte der Herzog von Edinburgh jedoch hinzu: "Aber nein, ich denke, es ist wirklich wichtig, sich immer an die Opfer zu erinnern und daran, wer die Opfer in dieser ganzen Angelegenheit sind."
Premierminister Starmer fordert Andrews Aussage
Die jüngste Veröffentlichung der Epstein-Akten am vergangenen Freitag hat Andrew Mountbatten-Windsor noch tiefer in den Skandal um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gestürzt. Unter den Dokumenten befinden sich verstörende Fotos, die den ehemaligen Prinzen über einer nicht identifizierten Frau kniend zeigen, sowie zahlreiche E-Mail-Korrespondenzen mit dem verurteilten Sexualstraftäter.
Premierminister Keir Starmer (63) forderte Andrew am Sonntag während seines Japan-Besuchs öffentlich auf, vor dem US-Kongress auszusagen. "Jeder, der Informationen hat, sollte bereit sein, diese Informationen in jeglicher Form zu teilen, in der er darum gebeten wird", erklärte Starmer laut "Daily Mail". Wer einen opferzentrierten Ansatz verfolgen wolle, müsse auch bereit sein auszusagen.
Aus Palastkreisen heißt es gemäß "The Sun", dass die Forderung, mit den Behörden zu kooperieren, "eine Angelegenheit für Andrew" sei - aber auch eine Frage seines Gewissens. König Charles III. soll vor der Veröffentlichung der Dokumente nicht über das Ausmaß der Verbindungen zwischen seinem Bruder und Epstein informiert gewesen sein.