Epstein-Skandal Diese Königshäuser sind darin verwickelt

Donald Trump und Melanie mit Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell
Trump-Regierung zieht Schlussstrich unter Causa Epstein
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Epstein-Verbindungen reichen bis in Europas Königshäuser - von Andrew über Sofia bis Mette-Marit. Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus.

Mehrere europäische Königshäuser, genauer gesagt einzelne Mitglieder, stehen inzwischen in einem Zusammenhang mit dem Epstein‑Skandal - allerdings in sehr unterschiedlichem Ausmaß und mit teils nur indirekten Bezügen.

Britisches Königshaus - Andrew Mountbatten-Windsor und Sarah Ferguson

Der ehemalige Prinz Andrew (65) hatte eine nachweisliche Freundschaft und enge Kontakte zu Jeffrey Epstein (1953-2019), inklusive gemeinsamer Aufenthalte an verschiedenen Destinationen. Gegen ihn wurden im Zusammenhang mit Epstein schwere Missbrauchsvorwürfe erhoben; er bestreitet diese, ein Zivilverfahren in den USA wurde außergerichtlich beigelegt. Aufgrund des Skandals, der infolge der nicht versiegenden Enthüllungen und Veröffentlichungen aus den Epstein-Akten durch das US-Justizministerium sich immer mehr ausweitet, wurden ihm mittlerweile sein Prinzentitel sowie seine restlichen royalen Titel und Aufgaben entzogen. Außerdem musste er seine Residenz Royal Lodge räumen.

Auch seine Ex-Frau Sarah Ferguson (66), die ehemalige Herzogin von York, taucht immer wieder in den Akten auf. Aus den jüngsten Veröffentlichungen wird das Ausmaß der Beziehung zwischen der 66-Jährigen und dem 2019 verstorbenen verurteilten Sexualstraftäter deutlich. Demnach bezeichnete sie ihn noch zwei Jahre nach seiner Verurteilung als "Legende".

Schwedisches Königshaus - Prinzessin Sofia

Aus dem schwedischen Königshaus wird in den Akten vor allem Prinzessin Sofia (41), die Ehefrau von Prinz Carl Philip (46) genannt. Das Königshaus hat bestätigt, dass Sofia als junge Erwachsene mehrmals mit Epstein in gesellschaftlichem Rahmen zusammentraf, etwa in Restaurants oder bei Premieren - das jedoch lange vor ihrer Hochzeit. Medienberichte und Fotos legen nahe, dass Epstein in einem Netzwerk engagiert war, in dem Sofia vorkam; der Palast betonte Mitte Dezember 2025 jedoch, sie habe in keinem Abhängigkeitsverhältnis zu ihm gestanden und seit rund 20 Jahren keinen Kontakt mehr.​

Norwegisches Königshaus - Kronprinzessin Mette-Marit

Auch Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen (52) hatte nachweislich zwischen 2011 und 2014 Kontakte zu Epstein, die durch die Akten detailliert dokumentiert wurden. In den umfangreichen Dokumenten aus den Epstein-Ermittlungen taucht ihr Name über 1000 Mal auf, wie die norwegische Zeitung "VG" berichtet. So traf sie ihn mehrmals in den USA und Oslo, inklusive eines viertägigen Besuchs 2013 mit einer Freundin in seinem Palm-Beach-Anwesen - aus den Akten als einer der Orte bekannt, an denen Übergriffe stattfanden. Der Kontakt endete im Januar 2014, als sie das Gefühl bekam, Epstein wolle die Verbindung zu ihr für eigene Zwecke nutzen.

Die Ehefrau von Norwegens Kronprinz Haakon (52) reagierte mit einer ungewöhnlich offenen Stellungnahme. "Ich habe schlechtes Urteilsvermögen bewiesen und bereue, dass ich überhaupt Kontakt zu Epstein hatte. Es ist einfach peinlich", erklärte sie gegenüber "VG". Gleichzeitig betonte sie: "Jeffrey Epstein ist selbst für seine Handlungen verantwortlich. Ich muss die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich Epsteins Hintergrund nicht besser überprüft habe."

Belgisches Königshaus - Prinz Laurent

Prinz Laurent von Belgien (62), der Bruder von König Philippe (65), wird in freigegebenen Epstein-Dokumenten ebenfalls genannt. Laut "Ostbelgiendirect.be" bestätigte er zwei kurze, persönliche Treffen mit Epstein, bei denen dieser Kontakte zum Königshaus angefragt habe, was Laurent klar abgelehnt hat - seine Familie sei "nicht käuflich".

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