Sarah Fergusons Wohltätigkeitsorganisation "Sarah's Trust" wird ihre Pforten "auf unbestimmte Zeit" schließen. Ein Sprecher der Organisation bestätigte gegenüber "Sky News", dass die Vorsitzende Ferguson und der Vorstand diese Entscheidung gemeinsam getroffen hätten – "mit Bedauern", wie es hieß.
Die Schließung sei allerdings keine spontane Reaktion auf die jüngsten Schlagzeilen. "Dies wird seit einigen Monaten diskutiert und vorbereitet", betonte der Sprecher. Man sei "nach wie vor äußerst stolz" auf die Arbeit der Organisation in den vergangenen Jahren, darunter Hilfslieferungen während der Corona-Pandemie und Unterstützung für Menschen, die vom Krieg in der Ukraine betroffen sind.
Brisante Epstein-Mails aufgetaucht
Doch der Zeitpunkt der Ankündigung lässt aufhorchen. Am vergangenen Freitag wurden weitere Dokumente aus den sogenannten Epstein-Files veröffentlicht, die das Ausmaß der Beziehung zwischen der 66-Jährigen und dem 2019 verstorbenen Jeffrey Epstein offenlegen. Am Montag tauchten zusätzliche E-Mails auf, die von Accounts stammen sollen, die der früheren Herzogin von York zugeordnet werden.
Eine dieser Nachrichten, datiert auf den Abend des 30. Januar 2010, hat es in sich. Darin bezeichnet die Absenderin namens "Sarah" Epstein als "Legende" und schreibt laut der britischen Nachrichtenseite: "Mir fehlen wirklich die Worte, um meine Liebe und Dankbarkeit für deine Großzügigkeit und Güte zu beschreiben." Die E-Mail endet mit den Worten: "Ich stehe zu deinen Diensten. Heirate mich einfach." Bei der Absenderin soll es sich um Sarah Ferguson handeln. Der Kontext der Nachricht bleibt unklar.
Sarah Ferguson hat sich schon einmal entschuldigt
Ferguson hatte sich in einem früheren Interview dafür entschuldigt, umgerechnet etwa 17.210 Euro von dem Milliardär angenommen zu haben. Sie betonte, "nie wieder" etwas mit Epstein zu tun haben zu wollen. Das Darlehen hatte sie als "gigantischen Fehler" bezeichnet.
Der US-Investor Epstein stand unter Verdacht, tausende Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente vermittelt zu haben. Er war erstmals 2008 verurteilt worden, weil er die Dienste von minderjährigen Prostituierten in Anspruch genommen hatte. Wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft erhielt er damals eine nur 18-monatige Haftstrafe.
Epstein wurde im August 2019 tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden, während er auf seinen Prozess wegen Sexhandels wartete. Eine bloße Nennung in den Epstein-Files weist nicht auf ein Fehlverhalten hin.