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OP-Tod von "Sexy Cora": Gutachten geht von Ärztepfusch aus

Ein Gutachten gibt den Ärzten die Schuld: Laut einem Medienbericht sei Carolin Wosnitza, besser bekannt als "Sexy Cora", nach ihrer Brust-Vergrößerung gestorben, weil die Ärzte gepfuscht hätten. Überraschend sei außerdem ein Gehirntumor gefunden worden.

Starb an den Folgen ihrer sechsten Brustoperation: Carolin Wosnitza alias "Sexy Cora"

Starb an den Folgen ihrer sechsten Brustoperation: Carolin Wosnitza alias "Sexy Cora"

Ihr tragischer Tod ist inzwischen fast sieben Monate her: Carolin Wosnitza ist mit nur 23 Jahren Anfang des Jahres nach einer Brustvergrößerung in einer Hamburger Schönheitsklinik verstorben. Seitdem beschäftigt der Fall die Staatsanwaltschaft. Wer hat Schuld am Tod der "Sexy Cora" genannten Pornodarstellerin? Ein medizinisches Gutachten kommt nach einem Bericht der "Hamburger Morgenpost" zu einem eindeutigen Schluss. "Ärztliches Fehlverhalten" habe zum Herzstillstand bei Wosnitza geführt.

Die Zeitung zitiert aus einem Gutachten, das von der Hamburger Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben wurde. In dem Dokument, das vom 21. Mai stammt und jetzt der "Morgenpost" in Auszügen vorliegt, komme der Gutachter, ein Hildesheimer Professor und Chefarzt für Anästhesie, zu dem Schluss, dass wahrscheinlich bereits bei der Narkose erhebliche Fehler bei der Beatmung gemacht worden seien. Der dadurch verursachte Sauerstoffmangel habe bei der Patientin einen Herzstillstand ausgelöst.

"Der eingetretene Sauerstoffmangel ist auf ärztliches Fehlverhalten zurückführen", zitiert die Zeitung den Gutachter. Außerdem weise das Gutachten auf Komplikationen bei der Wiederbeatmung hin. Die Ärzte hätten unverzüglich mit der Herzmassage beginnen müssen, führt der Professor aus. Ob diese erfolgt sei, ist unklar, zumindest sei sie in den Protokollen der Klinik nicht vermerkt. Zudem hätten die behandelnden Ärzte einen Defibrillator eingesetzt. Sehr wahrscheinlich habe die Defibrillation die Herzmassagen "mehrfach unnötig unterbrochen" und die Blutversorgung der Organe weiter behindert, heißt es weiter.

Überraschenderweise soll bei der Obduktion des Leichnams auch ein Hirntumor bei der Verstorbenen festgestellt worden sein. Ein Pathologe des Hamburger Universitätsklinikums Eppendorf habe an der Hirnanhangdrüse ein Geschwür gefunden. Dies sei jedoch gutartig gewesen und sei nicht ursächlich für Wosnitza Tod gewesen.

Staatsanwaltschaft kommentiert Gutachten nicht

Die Staatsanwaltschaft Hamburg wollte sich auf Nachfrage von stern.de nicht zu dem Gutachten äußern. Es handele sich um Beweismittel, die man nicht kommentieren würde, sagte ein Sprecher. "So klar wie die 'Morgenpost' die Sachlage darstellt, sehen wir sie nicht", kommentierte er den Zeitungsbericht. Die Staatsanwaltschaft habe mehrere Folgegutachten in Auftrag gegeben, um Unklarheiten auszuräumen und weitere Fragen zum Hergang zu klären.

Bis die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abgeschlossen sind bleibt unklar, ob gegen den Chirurg und die für die Klinik tätige Anästhesistin Anklage erhoben wird.

mai