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Essay von Ex-Playboy-Model: Pamela Anderson hält Pornos für gefährlich

Genau genommen ist Pamela Anderson die Hauptdarstellerin eines der populärsten Pornofilme aller Zeiten - ihrem "Homevideo" mit Rocker Tommy Lee. Umso überraschender, wie engagiert sie sich jetzt öffentlich gegen Pornografie positioniert.

Pamela Anderson

Pamela Anderson als Stargast beim Wiener Openball im Februar 2016

Pamela Anderson war Playboy-Model, Baywatch-Nixe, Muse mehrerer Rockstars und über Jahre die meistgeklickte Frau im Internet. Sie wandelte zeit ihrer Karriere auf der oft recht schmalen Grenze zwischen Popkultur und Porno - nicht nur wegen des sehr populären Sexfilmchens, das sie privat mit ihrem damaligen Mann, dem Rockstar Tommy Lee, drehte. Es mutet also durchaus erstaunlich an, dass sie nun öffentlich in den Kampf gegen Pornografie zieht.

Anderson wählt das "Wall Street Journal" als Plattform, für die sie mit dem Rabbi Shmuley Boteach einen Essay verfasst hat. Pornos seien eine langweilige, unnötige Zeitvergeudung für "Menschen, die zu lahm sind, die Früchte einer gesunden Sexualität zu ernten", heißt es in dem flammenden Appell. Die Menschen müssten endlich verstehen, dass Pornos "für Versager" sind.

Pamela Anderson: Pornos als "öffentliche Gefahr"

Anderson und Boteach gehen sogar noch weiter: "Sie sind eine öffentliche Gefahr von beispielloser Bedeutung, weil Pornos heutzutage so frei und anonym zu bekommen und leicht zu verbreiten sind." Beide hätten aus ihren jeweiligen Perspektiven "oft vor den zerstörerischen Konsequenzen von Pornografie auf die Seele eines Mannes gewarnt".

Wer Pornos schaue, führe nicht nur ein unbefriedigendes Sexualleben - auch die "Funktionsfähigkeit als Ehemann und Vater" sei gefährdet. Besonders Kinder und Jugendliche, die in der heutigen Gesellschaft unter dem ständigen Eindruck digitaler Sexbilder aufwachsen, würden Schaden nehmen. Sie seien die "Crack babies of porn", schreibt Anderson - die es sich jetzt offenbar zur Aufgabe macht, diese Generation vor der grassierenden Übersexualisierung zu retten.

tim