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"Klimbim"-Star: Peer Augustinski ist tot

Mit der Kultserie "Klimbim" brachte er in den 70er Jahren ganz Deutschland zum Lachen: Peer Augustinski ist tot. Der Schauspieler wurde 74 Jahre alt.

Peer Augustinski ist tot. Der durch die Fernsehserie "Klimbim" bekannt gewordene Schauspieler starb am vergangenen Freitag im Alter von 74 Jahren, wie seine Ehefrau am Sonntag mitteilte. Zu den Umständen seines Todes wurde nichts bekannt, er litt jedoch seit Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls.

2005 hatte Augustinski einen schweren Gehirnschlag während einer Hörbuch-Produktion erlitten. Seitdem war er halbseitig gelähmt und pflegebedürftig. Der Schauspieler sagte in einem Interview im vergangenen Jahr, es fiele ihm schwer, sich an dieses neue Leben zu gewöhnen. Seinen positiven Blick nach vorne behielt er bei: "Ich sage mir, anderen geht es noch schlechter als mir", machte sich Augustinski selbst Mut.

Bekannt wurde der gebürtige Berliner in den 1970er Jahren durch die Comedy-Serie "Klimbim", in der er an der Seite von Ingrid Steeger und Elisabeth Volkmann spielte. Seit den späten 80ern war er die deutsche Stimme des US-Schauspielers Robin Williams ("Der Club der toten Dichter"), den er in etwa 40 Filmen synchronisierte, zuletzt 2009. Auch als Sprecher machte er sich einen Namen. So übernahm er für die Aufnahme einer Hörbibel die Rolle des Pilatus.

Über seinen schweren Schlaganfall 2005 sprach er offen in mehreren Talkshows und schrieb auch ein Buch mit dem Titel "Aus heiterem Himmel: Mein bewegtes Leben vor und nach dem Schlaganfall". Im Fernsehen war er als Schauspieler noch 2011 in der Komödie "Alles auf Krankenschein" zu sehen. Darin spielte er einen nervigen Patienten im Rollstuhl. Auch mit Ingrid Steeger trat er nochmal auf: Im Dezember 2011 bei einer Weihnachtslesung.

WDR-Unterhaltungschef Sigmund Grewenig sagte am Sonntagabend: "Der Tod von Peer Augustinski macht uns traurig, als Mitglied der "Klimbim-Familie" prägte er auf besondere Weise auch den WDR."

mai/DPA / DPA