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Britisches Könisghaus: "Habe das nicht kommen sehen": BBC-Journalistin überrascht von Reaktionen auf Andrews Skandal-Interview

BBC-Journalistin Emily Maitlis führte das desaströse Interview mit Prinz Andrew. Welch heftige Reaktionen das Gespräch auslöste, habe sie erstaunt, sagte die 49-Jährige nun - und äußerte sogar Bewunderung für den Royal.

BBC-Journalistin Emily Maitlis traf Prinz Andrew im Buckingham Palast zum Interview

BBC-Journalistin Emily Maitlis traf Prinz Andrew im November im Buckingham Palast zum Interview

DPA

Es ist ein Interview, das die britische Monarchie in ihren Grundfesten erschütterte und weltweit für Entsetzen sorgte: Mitte November sprach Prinz Andrew mit der BBC-Journalistin Emily Maitlis über seine Freundschaft zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Der zweitälteste Sohn der Queen verstrickte sich dabei in Widersprüche und nahm nicht öffentlich zu Epsteins Opfern Stellung.

Im Gegenteil, Prinz Andrew bestritt sogar die Amerikanerin Virginia Roberts jemals getroffen zu haben, die behauptet, als Minderjährige mehrfach zum Sex mit dem Royal gezwungen worden zu sein. Nach der vehementen Kritik an seinen Aussagen musste Andrew von all seinen königlichen Ämtern zurücktreten.

"Es war nicht meine Absicht, die Royals zu Fall zu bringen"

Nun hat sich Maitlis über ihr Interview mit Prinz Andrew geäußert. Die heftigen Reaktionen auf das Gespräch hätten sie überrascht, sagte die Journalistin der Zeitschrift "Radio Times". "Ich habe das nicht kommen sehen. Es war nicht meine Absicht, die Royals zu Fall zu bringen. Es ging lediglich darum, die Geschichte zu verstehen."

Das Interview mit Prinz Andrew war von langer Hand geplant, wurde jedoch aufgrund von Terminschwierigkeiten immer wieder verschoben. Aufgezeichnet wurde es schließlich Mitte November im Buckingham Palast, wenige Tage vor der Veröffentlichung bei der BBC.

Epstein-Fall vor Gericht: Mutmaßliches Opfer bekräftigt Vorwürfe gegen Prinz Andrew

Prinz Andrew soll mit dem Interview zufrieden gewesen sein

Die Queen genehmigte das Gespräch, jedoch soll Andrew darauf verzichtet haben, sich vorab die Fragen schicken zu lassen. Der 59-Jährige schien sich seiner Sache sehr sicher und auch unmittelbar nach dem Interview habe er zufrieden gewirkt, sagte Journalistin Maitlis.

Es sei nicht ihr Job, über die Aussagen Andrews zu urteilen. "Ich bin kein Richter, ich bin kein Anwalt und das ist kein Gerichtssaal", so die 49-Jährige. Sie bewundere den Royal aber für seine Offenheit und dass er sich allen Fragen gestellt hätte - das würden heutzutage nur noch wenige Menschen tun. Ob Andrew auf alle Fragen allerdings die Wahrheit gesagt hat, weiß wohl nur der Royal selbst.

jum