Quizredakteur "Eine wirklich spielerische Arbeit"


Sich für "Wer wird Millionär"? die Fragen auszudenken, ist kein leichter Job für den RTL-Quizredakteur Günter Schröder. Vor Beginn der neuen Staffel bereiten ihm besonders die leichteren Fragen Schwierigkeiten.

Bei der neuen RTL-Staffel von "Wer wird Millionär?" müssen sich die Kandidaten hunderten frischen Fragen stellen. Und nicht nur sie müssen schwitzen, um an das ersehnte Geld zu kommen. Sich die Fragen auszudenken, ist auch kein leichter Job. "Die Suche vor allem nach leichten Fragen wird immer schwieriger", sagte Quizredakteur Günter Schröder am in einem Gespräch mit der dpa. "Von den leichten Fragen werden immer sehr viele verbraten, da müssen wir ständig nachlegen." Dagegen werden "die schwierigen Millionenfragen kaum gestellt, bei denen gibt es eine gute Reserve."

Schröder hat sich "Mind the Company" - seiner Firma - gemeinsam mit zehn Kollegen auch für die zwölfte Staffel der Show mit Günther Jauch wieder den Kopf zerbrochen. Wie gewohnt wird das Quiz montags, freitags und samstags zu sehen sein.

Immer auf Fehlersuche

Die Jagd nach immer neuen Fragen erweitert quasi nebenbei den eigenen Wissenshorizont. "Da wir praktisch alles nachprüfen müssen, stellen wir mitunter populäre Irrtümer fest", sagt der gelernte Diplom-Dokumentar. Ein prominentes Beispiel: "Das Zitat 'Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin' ist zum Beispiel nicht von Bertold Brecht, wenn das auch praktisch überall so steht." Der Satz stamme vielmehr - auf Englisch - aus einem Gedicht des Amerikaners Carl Sandburg.

"Spielerische Arbeit"

Die Ideen kommen den Quizshow-Redakteuren oft im Alltag, nicht beim Durchstöbern von Enzyklopädien. "Das wäre ja viel zu langweilig. Das Beste ist, es fällt einem etwas im Supermarkt ein oder beim Frühstück", erklärt Schröder. Ebenso helfe die Zeitungslektüre: "Man sollte sich für alles mindestens ein bisschen interessieren. Durch die Wirtschaftsseiten quäle ich mich allerdings durch und versuche, wenigstens die Überschriften zu lesen." Auch nach fast neun Jahren Grübeln für verschiedene Quizshows werde er noch nicht Fragen-müde. "Es ist eine wirklich spielerische Arbeit."

DPA

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