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Schwedische Königsfamilie: Prinz Daniel muss bei Parlamentswahl kandidieren

Wer in eine Königsfamilie einheiratet, muss sich auf einiges gefasst machen. Das mag dem neuen schwedischen Prinzen Daniel klar gewesen sein. Überraschen dürfte ihn aber, dass er sich auf der Kandidatenliste für die Parlamentswahl wiederfindet. Niemand hat ihn gefragt.

Mitglieder der schwedischen Königsfamilie haben sich völlig überraschend auf den Kandidatenlisten für die anstehenden Parlamentswahlen wiedergefunden: Sowohl Prinzessin Madeleine als auch der frisch in die Familie eingeheiratete Prinz Daniel wurden von einer kleinen Partei nominiert, die für die Abschaffung aller Steuern kämpft.

Die Partei machte sich zunutze, dass laut schwedischen Gesetz jede Partei nominieren kann, wen sie will - ohne denjenigen vorher zu fragen. "Die Parteimitglieder, die Prinzessin Madeleine nominiert haben, sagen, dass sie eine tolle Außenministerin wäre", kommentierte Parteichef Lennart Nyberg die Nominierung. Und bei Daniel, dem neuen Ehemann von Kronprinzessin Victoria, will die Partei offensichtlich beim Urnengang in gut zwei Wochen von seiner Beliebtheit profitieren.

Das Königshaus selbst zeigte sich nicht sonderlich erfreut über den Coups der Partei. Weder Madeleine noch Daniel seien informiert oder gefragt worden. Beide seien zudem nicht politisch aktiv, betonte eine Palastsprecherin. Dann wird das wohl nichts mit der Außenministerin.

dho/AFP / AFP
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