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Shiloh Nouvel Jolie-Pitt: Millionenklage wegen Baby-Foto

Ein Foto, das Angelina Jolie neben ihrer schlafenden Tochter liegend zeigt, könnte mehrere Internetseiten teuer zu stehen kommen. Doch nicht die Eltern klagen, sondern das britische Promi-Magazin "Hello".

Ein im Internet veröffentlichtes Foto von Angelina Jolie und Brad Pitt mit ihrer neu geborenen Tochter hat ein britisches Star-Magazin zu rechtlichen Schritten veranlasst. Die britische Illustrierte "Hello!" ging am Mittwoch weltweit gegen die Betreiber mehrerer Websites vor, die die Exklusiv-Fotos von Baby Shiloh Nouvel gezeigt hatten. "Wir sind sehr schockiert und entsetzt, dass das Veröffentlichungsverbot gebrochen wurde", sagte "Hello!"-Redakteurin Juliet Herd. Es sei völlig unklar, wie das Foto für die "Hello!"-Titelseite ins Internet gekommen sei. Beobachtern zufolge können sich die Weltrechte für ein solches Foto auf bis zu sieben Millionen Dollar belaufen.

Das Schauspieler-Paar hatte die Foto-Agentur Getty Images mit der Vermarktung der Aufnahmen betraut. Der Erlös soll wohltätigen Zwecken zugute kommen. Das Baby war am 27. Mai in Namibia geboren worden, wo sich zahllose Paparazzi um eine Aufnahme bemühten.

Pitt: "Shiloh wird einen namibischen Pass erhalten"

Beim ersten öffentlichen Auftritt seit der Geburt ihres Kindes zeigten sich Angelina Jolie und Brad Pitt am Mittwoch gut gelaunt und ausgeglichen. Mit einer Liebeserklärung an sein Gastland kündigte das Promi-Paar an, dass ihre kleine Shiloh Nouvel Namibierin werden wird. "Shiloh wird einen namibischen Pass erhalten, insofern werden wir hierher zurückkehren", erklärte ein sichtlich ausgeglichener Brad Pitt am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Swakopmund am Atlantik. In ein paar Tagen stehe die Abreise an.

"Wir fliegen in die Staaten zurück", kündigte Pitt an, der Ende August für Dreharbeiten zum Film "Ocean 13" vor der Kamera stehen wird. Seine Familie werde ihn dabei begleiten, sagte der bei Schweiß treibenden 31 Grad Celsius im T-Shirt erschienene US-Schauspieler. Lebenspartnerin Angelina werde erst einmal pausieren und sich der Familie widmen. Es gebe noch keine Paten für das am 27. Mai geborene Mädchen. "Meine Mutter ist ganz verrückt danach, das Baby zu sehen", erklärte eine strahlende Angelina Jolie der örtlichen Presse in Gegenwart von Namibias First Lady Penexupifo Pohamba.

Jolie bedankt sich bei Bürgern

Im ältesten Hotel der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika, dem 1905 gebauten Hansa-Hotel, dankte das Promi-Paar den Namibiern für die freundliche Aufnahme und versprach weitere Spenden und Unterstützung - auch für die in ihrer traditionellen Umwelt bedrohten Buschleute. "Wir hätten keinen bessern Platz als diesen für die Geburt unseres Kindes wählen können", meinte Jolie. "Wir sind beide schon zuvor durch Afrika gereist und wir mögen diesen Teil der Welt", sagte die in einem schwarzen Kostüm erschienene Schauspielerin.

Mit einem Grinsen auf den Lippen meinte Pitt: "Namibia war eins der am besten gehüteten Geheimnisse der Welt - bis wir kamen." Die Sicherheit des noch ungeborenen Kindes und seiner Mutter hätten bei den Reisen durchs Land aber stets Priorität gehabt. Pitt: "Wir haben unsere Hausaufgaben vorher gemacht - wir hatten hier eine medizinische Versorgung der Spitzenklasse."

Abgeschirmt in der Wüste

An der Atlantikküste hatte sich das Paar in Namibia zweieinhalb Monate auf die Geburt des berühmtesten Babys in der Geschichte des Wüstenstaates vorbereitet. Shiloh Nouvel war wenige Tage vor Angelina Jolies eigenem Geburtstag am 27. Mai per Kaiserschnitt zur Welt gekommen. Das Hollywood-Duo hatte sich bei den Gastgebern mit Geldspenden in Höhe von 315 000 US-Dollar für die Krankenhäuser in Walvis Bay und Swakopmund sowie ein Schulprojekt bereits bedankt.

Namibias Regierung hatte trotz Protests von Menschenrechtsgruppen das prominente Paar abgeschirmt. Journalisten, die zur Berichterstattung über das Paar einreisten, mussten zuvor dessen schriftliche Genehmigung vorweisen. Jolie zeigte sich beeindruckt, dass selbst Namibier das Ausspähen ihrer Privatsphäre missbilligt hätten. "Man hat sogar die Kinder innerhalb des Hauses im Pyjama fotografiert", empörte sie sich und verteidigte die Abschirmung ihres Feriendomizils mit dem Wunsch nach einer "friedlichen Geburt".

Reuters/DPA / DPA / Reuters