Spanisches Königshaus Sofia II. wiegt 3300 Gramm


Spanien jubelt: Prinzessin Letizia hat eine Tochter zur Welt gebracht. Sie wiegt 3300 Gramm und ist 50 Zentimeter klein. Der Name der kleinen Prinzessin dürfte vor allem der Großmutter, Königin Sofia, gefallen.

Es ist die zweite Tochter des Thronfolgerpaars. Das Mädchen kam ebenso wie seine Schwester per Kaiserschnitt zur Welt. Es wog 3.300 Gramm und maß 50 Zentimeter, gab der zuständige Arzt Luis Ignacio Recasens bekannt. "Mutter und Tochter sind bei bester Gesundheit", sagte der 39-jährige Kronprinz. Das Kind heißt Sofia, wie der stolze Vater, Kronprinz Felipe, mitteilte. Die Eltern haben mit der Namenswahl offenkundig Felipes Mutter, Königin Sofia, ehren wollen.

Die 34 Jahre alte Letizia hatte sich wenige Stunden vor der Geburt in Begleitung ihres Mannes zur Entbindung in das Madrider Ruber-Internacional-Krankenhaus begeben. Seit Tagen hatten die Spanier der Geburt entgegengefiebert. Dutzende Journalisten, Fotografen und Kameraleute kampierten vor dem Krankenhaus. Gut vier Stunden nach der Geburt gab das Königshaus den akkreditierten Journalisten per SMS das Ereignis bekannt. Der Palast hatte vor fünf Monaten zum ersten Mal in der Geschichte der spanischen Monarchie das Geschlecht eines künftigen Mitglieds der königlichen Familie vor der Geburt bekannt gegeben.

Prinzessin Sofia steht an dritter Stelle in der Thronfolge nach ihrem Vater Felipe und der älteren Schwester, Prinzessin Leonor, die im Oktober 2005 geboren wurde. Es ist das achte Enkelkind von König Juan Carlos und Königin Sofía. Das Königshaus hatte bereits im November 2006 bekannt gegeben, dass das zweite Kind des Kronprinzenpaars ebenfalls ein Mädchen sein werde. Das Neugeborene erhält den Titel einer Infantin und muss nach dem Protokoll mit "Königliche Hoheit" angeredet werden.

Diskussionen über die Regelung der Thronfolge

Die frühere Fernsehmoderatorin Letizia und Kronprinz Felipe hatten im Mai 2004 geheiratet. Laut spanischer Verfassung würden Leonor und Sofia in der Thronfolge überholt, wenn ihre Eltern noch einen Jungen bekommen sollten, da männliche Nachkommen im Anspruch auf das Amt des Monarchen bevorzugt werden. Diese Regelung hat heftige Diskussionen ausgelöst, da viele Spanier diese Regelung für frauenfeindlich und nicht mehr zeitgemäß halten.

Andere Königshäuser in Europa, beispielsweise in Schweden, Norwegen und Belgien, haben in den vergangenen Jahren mit der jahrhundertealten Bevorzugung männlicher Nachkommen gebrochen. Es wird erwartet, dass die sozialistische Regierung Spaniens diesem Beispiel folgen und die Verfassung ändern wird. Allerdings würde die Thronfolge von Kronprinz Felipe, der noch eine ältere Schwester, Elena, hat, von einer Verfassungsänderung vermutlich ausgenommen. Die Regierung hat bislang aber betont, sie sehe keine Eile für eine Verfassungsänderung.

DPA/AP AP DPA

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