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Streit mit Ex-Freundin Oksana Grigorieva Tonbandaufnahme soll Gibsons Ausraster belegen


Im Zuge der Ermittlungen wegen häuslicher Gewalt gegen Schauspieler Mel Gibson untersucht die Polizei nun Tonbandaufzeichnungen. Die sollen den Streit zwischen Gibson und seiner Ex-Freundin Oksana Grigorieva dokumentieren.

Der Trennungskrieg zwischen Mel Gibson und seiner russischen Lebensgefährtin Oksana Grigorieva ist längst ein Fall für die Ordnungshüter. Seit gut einer Woche ermittelt die Polizei von Los Angeles gegen den Hollywoodstar. Gibson wird vorgeworfen, seine 40-jährige Ex-Freundin brutal geschlagen und beschimpft zu haben. Eine Anzeige von Grigorieva hatte die Untersuchungen in Gang gebracht.

Nun analysiert die Polizei ein Tonband, das Aufzeichnungen eines Streits zwischen Gibson und Grigorieva dokumentieren soll. Darauf soll zu hören sein, dass sich eine Frau über einen handgreiflichen Vorfall beklagt, er habe ihr ins Gesicht geschlagen, während sie ihre kleine Tochter in den Armen hielt. Eine männliche Stimme gibt zurück, sie habe es "verdient". Zudem beschwert sich eine männliche Stimme, die Frau solle sich in der Öffentlichkeit nicht so aufreizend kleiden, sie sehe aus wie eine "läufige Nutte".

Der Zwischenfall soll sich bereits Anfang Januar in Gibsons Haus in Malibu zugetragen haben. Dort soll der Schauspieler seine 14 Jahre jüngere Freundin nach einem Wutausbruch verprügelt haben. Grigorieva behauptet, Gibson habe sie mehrfach geschlagen; einmal sogar so stark, dass sie Zähne verloren habe. Die Polizei wollte keine weiteren Details über die Ermittlungen bekannt geben. Die Behörde rechnet mit mehrwöchigen Untersuchungen, dann sollte der Fall der Staatsanwaltschaft übergeben werden.

Antisemitische und rassistische Äußerungen

Es ist nicht das erste Mal, dass Mel Gibson Ärger mit der Polizei hat. Anfang Juli fiel er unangenehm auf, weil er sich abfällig über Afroamerikaner äußerte. 2006, als Gibson wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen wurde, äußerte er gegenüber einem Polizeibeamten die Behauptung, dass Juden für sämtliche Kriege der Welt verantwortlich seien. Für seine antisemitischen Äußerungen bat er später öffentlich um Entschuldigung. Für Aufsehen sorgte auch Gibsons Regiearbeit "Das Leiden Christi" aus dem Jahr 2004. Verschiedene jüdische Organisationen in den USA warfen Gibson damals vor, der Film sei antisemitisch, weil er die Juden "eindeutig als die Verantwortlichen für den Tod Jesu darstelle".

Gibson war fast 30 Jahre mit seiner ersten Frau Robyn Moore verheiratet, mit der er sechs Söhne und eine Tochter hat. Moore hatte im April 2009 die Scheidung eingereicht. Sechs Wochen später bestätigte der Schauspieler, dass seine neue Lebensgefährtin Oksana Grigorieva ein Kind erwarte. Im April dieses Jahres hatte sich das Paar aber getrennt und streitet seitdem um die gemeinsame, knapp einjährige Tochter Lucia.

jum/DPA DPA

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