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London Fashion Week: Knallbunte Weiblichkeit

Die Mode im kommenden Winter setzt verstärkt auf Weiblichkeit: figurbetonte Röcke, Kleider und Röhrenhosen, kombiniert mit Highheels und Stiefeln.

Der Trend zur neuen Weiblichkeit wird sich im kommenden Winter verstärkt fortsetzen. Die Designer auf der London Fashion Week setzen für die Herbst/Winter-Saison 2004 auf figurbetonte Mode, wie sie sich schon im Sommer angekündigt hatte: Röcke und Kleider im Retro-Stil als Hauptelement. Der Rückgriff auf fast alle Dekaden der Vergangenheit ist erlaubt. Am stärksten aber scheinen sich Stilelemente der 50er Jahre durchzusetzen.

Michiko Koshino etwa zeigte eine Reihe von Mänteln mit Stehkragen und großen Knöpfen. Sie steckt ihre Models in hautenge, klassische Kleider mit Säumen, die eine Handbreit unterm Knie enden. Wiederentdeckt hat sie auch die Skihose, die in knöchelhohe Stiefeletten gesteckt wird. Als Inspiration für ihre Kollektion beruft sie sich auf das "St. Moritz der späten 50er und frühen 60er Jahre".

Mode für Außerirdische

Doch Koshino, die in den 90ern mit Bikermode bekannt wurde, gibt den Retro-Trend nicht ungefiltert weiter: Bei ihren Kleidern mischt sie Stoffe wie Tweed und Jersey, und gelegentlich tauchen Koshino- typische Fotoprints auf ihren Stücken auf - Röcke mit Winterlandschaften und T-Shirts mit Husky-Köpfen. Die Träger ihrer Bustier-Kleider sind Teile von breiten, grauen Männer-Hosenträgern, und gelegentlich bringt sie Kapuzen an klassischen, eng geschnittenen Kleidern an. Ihre Ponchos für Männer und Frauen haben keine Ärmel, sondern in Hüfthöhe nichts weiter als Ärmelschlitze, was in der Silhouette eher an Außerirdische erinnert und weniger von den Fifties inspiriert wirkt.

Auch das Designerteam PPQ, das mit Koshino zusammen am Samstag die London Fashion Week eröffnete, blickt zurück auf 50er-Jahre-Trends. PPQ greift dabei aber auf die Anfänge des Jahrzehnts zurück, mit stärker akzentuierter Schulterlinie und Betonung der Taille. Wie bei Koshino ist auch hier die Wintermode ultrafeminin. PPQ, die zum ersten Mal eine Kollektion auf der London Fashion Week zeigten, interpretieren den Look zeitgemäß in Leuchtfarben.

Ein bunter Winter

Überhaupt verspricht der Winter bunt zu werden. Koshino variiert bevorzugt khaki- mit hautfarbenen Stoffen. PPQ kombiniert Farben, die eigentlich nicht zu passen scheinen und setzt auch damit einen schon vorhandenen Trend fort. Ein blassrosa Pullover wird über einem pinkfarbenen Rock mit roten Leggings getragen, ein violettes Satinkleid mit leuchtend roten Strümpfen, ein zyklamfarbener Anzug über einer orangefarbenen Bluse.

Alles wird bei PPQ mit schlichten Holzketten kombiniert und mit Hochsteckfrisuren á la Joan Crawford getragen. Röcke bilden in beiden Kollektionen das Schlüsselelement. Die Alternative für kalte Tage sind Ski- oder Röhrenhosen oder, wie schon im Sommer, Hosen, die kurz unterm Knie enden und mit Stiefeln oder High Heels getragen werden: Bequem wird die Wintermode nicht.

Große Schleifen als Mantelkragen

Stimmige und eigensinnige Kollektionen von John Rocha ist hingegen von der Farbe Schwarz dominiert. Er kombiniert asymmetrische Schnitte mit im Patchwork-Stil eingearbeiteten Details wie Chiffon, Pailletten und Lurex. Große Schleifen erscheinen als Mantelkragen. Unter klassischen Trenchcoats tragen die Models am Sonntag Röcke mit weiten Petticoats. Zartrosa Chiffonkleider mit dicken, schwarzen Strick-Ärmeln waren zu sehen, Capes sind ebenso allgegenwärtig wie Stulpen und Leggings.

Eine der meist besuchten Modeschauen ist die des Labels "frostfrench". Wie der in Irland lebende John Rocha zeigt auch das Londoner Designer-Duo Jemima French und Sadie Frost romantische Bohème-Mode: blasse Farben, Kniestrümpfe aus Spitze, Volantröcke, Chiffon-, Rüschen- und Spitzenelemente an knielangen Röcken und kurzen, tailliert geschnittenen Blazern. Dazu werden zehenfreie Schnürstiefel mit extrem hohem Keilabsatz getragen.

Ben de Lisi zeigt wie gewohnt Abendkleider in weich fließenden Stoffen, dieses Mal mit bunten Nylonstrümpfen in Orange und zyklamfarben kombiniert. Auch für Jenny Packham ist das Leben eine einzige große Party. Die Designerin präsentiert ihre für viele enttäuschende Schau im Opernhaus am Covent Garden und steckte ihre Modelle - darunter Primaballerina Mara Galezzi - in einfallslose Tutus und Ballonkleider mit Satin, Chiffon, Spitze und Pailletten. Auch Packham erklärte die überall gezeigten Rottöne von Blassrosa über Orange bis Violett zu den Farben der nächsten Saison.

DPA / DPA
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(