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Madrider Modewoche: Mager-Model vom Laufsteg verbannt

Sie brachte nicht die geforderten 56 Kilogramm auf die Waage: Bei der Modewoche in Madrid ist auch in diesem Jahr ein zu dünnes Model ausgeschlossen worden. Kritiker bemängeln, dass die meisten Models eine "realitätsferne Figur" hätten.

Die Veranstalter der Madrider Modewoche haben auch in diesem Jahr eines der Models wegen Untergewichts von der Teilnahme ausgeschlossen. Die junge Frau habe nicht das erforderliche Mindestgewicht auf die Waage gebracht, teilten die Organisatoren in der spanischen Hauptstadt mit. Insgesamt hatten sich 45 Laufstegschönheiten für die 48. Ausgabe der bis Freitag laufenden Schau beworben.

Der spanische Verband der Ernährungswissenschaftler kritisierte dennoch, die meisten Models auf den Laufstegen der Welt hätten eine realitätsferne Figur und sähen wenig gesund aus. Madrid hatte im September 2006 als erste internationale Modemetropole entschieden, zu magere Models von den Laufstegen zu verbannen. Damit soll ein Zeichen im Kampf gegen die Ausbreitung von Magersucht und Bulimie gesetzt werden.

Kein Model, das den Body-Mass-Index 18 unterschreitet, darf in der spanischen Hauptstadt auf den Laufsteg. Bei einer Größe von 1,75 Meter muss eine Bewerberin damit mindestens 56 Kilogramm wiegen. Der Index wird berechnet, in dem man sein Körpergewicht durch die quadrierte Körpergröße in Metern teilt. Die Modenschauen in der spanischen Hauptstadt finden vom 15. bis zum 19. September statt.

Mai/DPA / DPA
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