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Mailänder Modeschauen: Naomi Campbell: Die Venus trägt Pelz

Die Schwüre von einst sind vergessen: Das britische Topmodel Naomi Campbell trägt auf den Mailänder Modenschauen wieder Pelz. 1994 war sie noch Star der «Lieber nackt als mit Pelz»-Kampagne der Tierschutzorganisation Peta.

Die Schwüre von einst sind wohl vergessen: Das britische Topmodel Naomi Campbell trägt wieder Pelz. War sie 1994 noch Star der «Lieber nackt als mit Pelz»-Kampagne der Tierschutzorganisation Peta, so führte Campbell bei den Mailänder Modenschauen Jacken aus Nerz, Fuchs und anderen Fellen von Simonetta Ravizza vor.

Anlass für die Show waren die noch bis zum 4. März laufenden Mailänder Designer-Defilees für Damenmode im Herbst-Winter 2003/04. Campbells Auftritt überraschte jedoch niemanden. Bereits seit einigen Jahren frönt sie wie der Rest der Modebranche der neuen Pelzlust. «Kein Kommentar», sagte die Britin am Mittwoch genervt auf Journalisten-Fragen, die ihren Imagewandel noch einmal thematisieren wollten.

Amaya Arzuaga

Am Donnerstagvormittag präsentierte sich die Spanierin Amaya Arzuaga mit einer Kollektion, die mit ihren dramatischen Drapierungen und schwungvollen Faltenwürfen überzeugte. Voluminös ausgearbeitete Ärmel bedecken stets nur einen Arm der kurzen Tuniken. Kontrastierende Materialien wie Chiffon und zu Zöpfen verstrickte Wolle führt Arzuaga im Patchwork zusammen. Dunkelheit, allen voran Schwarz, dominiert bei den Farben, Blau und Orange sorgen für leuchtende Akzente.

Marella Ferrera

Die Italienerin Marella Ferrera setzte mit wattierten Kimonojacken aus Samt, theatralischen Weiten für Mäntel und Hosenröcke sowie Origami-Elementen ganz auf das Thema Japan. Bei Ines Valentinitsch schließlich durften die knalligen Farben der 80er Jahre zurückkehren. Elemente aus der Männermode verfremdet die Österreicherin zu femininen Kleidungsstücken, aus der Anzugweste wird dabei ein tailliertes Minikleid.

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