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Die Hausordnung geht über alles: Wenn du den größten Spießer als Nachbarn hast

Manche Menschen hängen nur einen Zettel ins Treppenhaus, andere geben sich mehr Mühe, um Nachbarn auf eine anstehende Party hinzuweisen. Aber bei diesem Bewohner half kein Bestechungsversuch.

Wer glaubt, er hätte in einem Mietshaus das Recht zu feiern, der irrt. Weder einmal im Monat noch einmal im Jahr – ab 22 Uhr gilt in die Nachtruhe. Und die ist einzuhalten! Dass man Geburtstag hat und dazu Freunde nach Hause einladen möchte, ist noch lange kein Grund, seine Nachbarn zu belästigen. Der deutsche Mieter ist also auf die Gunst der anderen Hausbewohner angewiesen, wenn er eine Party geben möchte. 

Je nach Umfeld variiert das Verständnis stark. Wohnst du in der Torstraße in Berlin-Mitte, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du in einem "Partyhaus" lebst. Mindestens ein Nachbar feiert jedes Wochenende mit einer Horde Menschen, die bis in die frühen Morgenstunden durchs poltern. Die Wände wackeln wegen der Musik, die Deckenleuchten, weil über dir zig Leute im gleichen Rhythmus auf das Fischgrät-Parkett stampfen. Vom Balkon fliegen Kippen, manchmal auch mehr. Ganz nach der Devise: Das Leben ist kurz und Schlaf überbewertet. Übernächtigt, wie du bist, stört dich das nicht, du hast gelernt, mit jeder Lautstärke klarzukommen.

Pech ist, wenn du im falschen Haus wohnst


Da der Platz in der Torstraße begrenzt ist, kann es passieren, dass du dort nicht wohnst. Sondern in einer anderen Straße, einem anderen Viertel, gar in einer anderen Stadt. Und da sieht das mit der Toleranz manchmal anders aus. Da gilt die teutsche Orrdnung. Ob du Geburtstag hast oder nicht, nach dem Hauptfilm der Öffentlich-Rechtlichen, den deine Nachbarn allabendlich gucken, ist Schluss: Um 22 Uhr wird der Stecker gezogen – zumindest bei deiner Anlage. Wenn du im Bett noch ein bisschen lesen möchtest, ist das okay.

Diese Erfahrung hat am Wochenende der Freund des Twitter-Users @pete_lectro gemacht, dem seine unbestechlichen Nachbarn eine Absage erteilt haben. Nicht auf eine Einladung zu seiner Party, sondern um Verständnis für erhöhtes Lärmaufkommen. Sein einschmeichelnder Schokoriegel kam zurück – mit klarem Hinweis auf die Hausordnung. Möge seine Reaktion darauf die einzig sinnvolle gewesen sein: Marianne Rosenberg in Dauerschleife bis die Polizei kommt – "Marleen, einer von uns beiden muss nun gehn, Marleen, drum bitt' ich dich, geh du, Marleen".


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