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"Black Mirror – Bandersnatch": Bei diesem Film bestimmt jeder Zuschauer selbst, wie er endet

Netflix zeigt eine Fortsetzung der Serie "Black Mirror" – diesmal als Film. Das Besondere an "Bandersnatch": Wie lange der Film läuft und was geschieht, entscheidet der Zuschauer selbstständig.

"Bandersnatch" ab 28.12. auf Netflix : Ein junger Spieleentwickler verliert langsam seinen Verstand – oder etwa doch nicht?

Was der Roman "1984", im Jahr 1948 von George Orwell zu Ende geschrieben, für die Generation Fernseher war, ist die Serie "Black Mirror" für die Generation Smartphone. So wie Orwell damals ein Zukunftsszenario der totalen Überwachung zeichnete, entwirft auch die Netflix-Serie Dystopien, indem sie Entwicklungen in Technik und Medien radikal zu Ende denkt. Der "Black Mirror" ist dabei nichts anderes als der schwarze Bildschirm, in dem wir uns überall selbst erkennen – am Smartphone, Computer oder Fernseher.

Es ist also kein Zufall, dass der Film "Bandersnatch", den die Macher der Serie den bisherigen vier Staffeln hinterherschicken, im Jahr 1984 spielt. Das Special ist ab sofort auf Netflix verfügbar. Im Trailer ist zu sehen, wie sich ein junger Programmierer in einem Videospiel verliert und dabei immer weniger zwischen Realität und Fantasie unterscheiden kann. 

"Bandersnatch": Zuschauer wählen die Handlung selbst aus

Das ist die eine Besonderheit des Films im Vergleich zum Prinzip der Serie: Erstmals wendet sich Drehbuchautor und Produzent Charlie Brooker nicht der Zukunft, sondern der Vergangenheit zu. Noch interessanter ist aber, wie das mit Spannung erwartete Special aufgebaut ist. Der Zuschauer wird selbst zum Drehbuchautor, indem er über den Fortgang der Geschichte entscheidet. Das US-Portal "Esquire" hatte schon vor der Veröffentlichung des Trailers berichtet, dass der Film nach dem "Choose your own adventure"-Prinzip funktioniert.

Das bedeutet: An bestimmten Gabelungen wählt der Zuschauer aus, wie es weitergeht. Dann werden die ausgesuchten Handlungsstränge eingespielt. Laut "Esquire" wurden dafür insgesamt 312 Minuten Material gedreht, also mehr als fünf Stunden. Wie lang der Film am Ende tatsächlich ist, hängt von der jeweiligen Auswahl des Zuschauers ab und kann stark variieren. Der "Independent" berichtet, dass die kürzeste Version 40 Minuten, die längste zwei Stunden dauert. Am Ende gibt es fünf mögliche Schlussszenarien.

Auf jeden Fall haben Fans von "Black Mirror" über den Jahreswechsel damit jede Menge Beschäftigung. Außerdem ist für 2019 bereits eine fünfte Staffel der Serie angekündigt.

Quellen: "Independent", "Esquire"

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