Deutscher Netflix-Hit
Spionagethriller „Unfamiliar“: Das sind die wichtigsten Drehorte in Berlin

Berlin: Filmszene zur Netflix-Serie Unfamiliar
Felix Kramer und Susanne Wolff als Agenten-Paar, das in Berlin von der Vergangenheit eingeholt wird
© Sasha Ostrov / Netflix
Berlin als Kulissenstar: In der neuen Thriller-Reihe „Unfamiliar“ wird erstmals auch das BND-Gebäude zu einem wichtigen Seriendrehort. Doch dabei bleibt es nicht.

Seit die Serie „Unfamiliar“ Anfang Februar auf Netflix gestartet ist, hat sie bereits 15 Millionen Zuschauer in ihren Bann gezogen, steht in 35 Ländern an der Spitze der Charts. Damit gehört sie zu den erfolgreichsten deutschen Produktionen. Im Mittelpunkt der Handlung steht das ehemalige Agentenpaar Simon (Felix Kramer) und Meret (Susanne Wolff), das in Berlin ein „Safe House“ für Schutzsuchende betreibt. Als die beiden ihre Vergangenheit einholt, sehen sie sich mit Auftragskillern, Ex-Geliebten und russischen Agenten konfrontiert. Der heimliche Star der Geschichte ist die Hauptstadt selbst, mit ihrer rauen, teils düsteren Atmosphäre. 

Hier kommen die prägnantesten Drehorte der sechsteiligen Serie:

1. Das Hauptquartier des Bundesnachrichtendienstes
„Unfamiliar“ gehört zu den ersten Serien überhaupt, die den BND als Schauplatz nutzt. Bisher kam er nur prominent im Film "Das Ende der Wahrheit" vor, einem Politthriller mit Ronald Zehrfeld und Alexander Fehling. Der kastige Neubau mit der goldschimmernden Fassade liegt im Bezirk Mitte in der Chausseestraße 96 und ist einer der größten Geheimdienstkomplexe weltweit. Das Team soll vor den Drehtagen umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen und sich eng mit echten BND-Agenten abgestimmt haben, um einen reibungslosen Ablauf in dem streng regulierten Regierungsgebäude zu gewährleisten.

2. Der Washingtonplatz und der Cube Berlin
Der Washingtonplatz, den viele Berlinreisende kennen, weil er sich in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof befindet, ist zentraler Bestandteil vieler Szenen. Auf ihm befindet sich der „Cube Berlin“. Das würfelförmige Bürogebäude mit seinen zehn Stockwerken und der imposanten Glasfassade trägt dazu bei, die Serie im Heute zu verorten.

„Unfamiliar“-Kulisse schlägt wortwörtlich Brücke in die Vergangenheit

3. Das NAG-Gebäude in Treptow-Köpenick
Ein weiteres Gebäude, das in mehreren Schlüsselszenen zu sehen ist, ist das NAG-Gebäude in der Ostendstraße 1–8. Es wurde 1917 vom Architekten Peter Behrens für die Nationale Automobil-Gesellschaft (NAG) entworfen und beherbergt heute Büroflächen und Forschungseinrichtungen. In der Serie dient das NAG als Kulisse für politische Treffen mit der Figur des Agenten Josef Koleev.

4. Szenen an der Oberbaumbrücke 
Die doppelstöckige Oberbaumbrücke, die die Spree überspannt, ist ein Wahrzeichen Berlins. Sie verbindet die Bezirke Friedrichshain und Kreuzberg, war früher durch die Mauer getrennt. Die Serie nutzt diesen historischen Kontext insbesondere bei Figuren wie Gregor Klein, dessen Verbindungen bis in die Zeit des Kalten Krieges zurückreichen.

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