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Schock für Marvel-Fans: Warum Spider-Man wohl nicht mehr im "Avengers"-Universum auftauchen wird

Es klingt nach einer völlig banalen Meldung: Marvel und Sony beenden ihre Zusammenarbeit für die kommenden "Spider-Man"-Filme. Doch für die zukünftige Handlung der Filmreihe hat es gravierende Folgen.

Warum Spider-Man wohl nicht mehr im "Avengers"-Universum auftauchen wird

Schauspielerin Zendaya und Tom Holland in "Spider-Man: Far From Home", dem wohl letzten Film im MCU

Picture Alliance

Die Trauer und Wut ist derzeit groß in den sozialen Netzwerken. Es fallen Sätze wie: "Bekommt das mal schnell hin!", "Wir brauchen ihn!" und "Wie könnt ihr nur?". Über 200.000 solcher Tweets lassen sich inzwischen auf Twitter unter dem Hashtag #SaveSpiderMan finden.

Wie es der Name des Hashtags bereits verrät, wollen tausende Nutzer den Comic-Helden Spider-Man retten. Der Grund dafür ist ein Bericht des US-Branchenmagazins "Deadline". Demnach werden die Filmstudios Sony und Marvel ihre Zusammenarbeit beenden. Und das hat für die zukünftige Handlung der Filmreihe gravierende Folgen. Denn: Der Superheld könnte dadurch möglicherweise aus dem "Avengers"-Universum verschwinden.

Sony besitzt die Filmrechte am Marvel-Superhelden

Der Hintergrund ist, dass die Filmrechte an Spider-Man seit Jahren bei Sony liegen. Marvel hatte diese 1999 für gerade einmal sieben Millionen US-Dollar verkauft. Während das Marvel Cinematic Universe (MCU) heute die kommerziell erfolgreichste Filmreihe ist, hatte das Unternehmen damals Ende der 90er-Jahre finanzielle Probleme.

Infolgedessen veröffentlichte Sony von 2002 bis 2012 insgesamt fünf "Spider-Man"-Filme (drei mit Tobey Maguire und zwei mit Andrew Garfield als Hauptdarsteller). Doch im Februar 2017 verkündeten die Disney-Tochter Marvel und Sony überraschend eine Zusammenarbeit. Dadurch schlüpfte Tom Holland in die Rolle des Peter Parker – und Spider-Man war wieder Teil des MCU.

Allerdings wurde diese Kooperation nun beendet, wie "Deadline" berichtet. Demnach läuft der Vertrag zwischen den Filmstudios aus – und soll auch nicht mehr verlängert werden. Auf Twitter bestätigte Sony Pictures die Trennung: "Wir sind enttäuscht, aber respektieren Disneys Entscheidung, dass Kevin Feige (Chef der Marvel-Filmstudios, Anm. d. Red.) nicht mehr als führender Produzent für die kommenden 'Spider-Man'-Filme zur Verfügung steht."

Wie geht es nun mit "Spider-Man" weiter?

Am Ende soll das Geld der große Knackpunkt gewesen sein. Dem Bericht zufolge wollte Disney mehr an den Einnahmen verdienen und sich gewünscht haben, weitere Comic-Figuren wie Venom (ebenfalls ein Marvel-Held, dessen Filmrechte auch bei Sony liegen) ins MCU einbauen zu können. Letztendlich sei Sony das zu viel gewesen.

Immerhin gibt es für die Fans aber auch eine gute Nachricht: Schauspieler Tom Holland soll auch in den kommenden Filmen in die Rolle des Peter Parker schlüpfen. Das heißt, es wird zumindest keinen neuen "Spider-Man"-Darsteller geben.

Quellen: "Deadline" / Twitter / Süddeutsche Zeitung / "The Hollywood Reporter"

rpw