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Freizeit: Space is the place

Foto: 2013 WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC.

Gestern war ich im Kino, und wie es eben so geht: die Filme, auf die man gar nicht so große Lust hat, die man sich von selbst gar nicht angesehen hätte, stellen sich oft als die Besten heraus. Jedenfalls hatte mich ein Freund aufgefordert, mitzukommen, um »Gravity« zu sehen, der gerade rausgekommen ist. Die Handlung ist schnell erzählt. George Clooney und Sandra Bullock, die übrigens fantastisch ist in dem Film, sind Astronauten, sie reparieren irgendeinen Satelliten in der Erdumlaufbahn, dann kommt der Shitstorm in Form eines Hagels aus rasendem Weltraumschrott, das Shuttle der beiden wird zerstört. Wie kommen die beiden nun wohlbehalten auf die Erde zurück? Schwierig, schwierig. Ein Hollywood-Plot, ziemlich standard.

Ich war mit drei Freunden in dem Film. Der Film hat jedem von uns, allen vieren, den Schalter rausgehauen. Dass der Film uns so beeindruckt hat, liegt glaube ich daran, dass er dem Zuschauer eine physische Erfahrung beschert.

Die ersten Minuten des Films schwebt das Publikum, 3D-Brillen im Gesicht, über der Erde. Wir hatten Glück, wir saßen schön weit vorne, die Leinwand war ein Panorama, man konnte hierhin gucken und dorthin, unser schöner, blauer Planet vor dem samtschwarzen Sternenhimmel. Alles riesig. Planetarium kann dagegen wirklich einpacken. Allein für diesen Anfang hätte ich den Eintritt gelatzt. Und das hab ich schon am Anfang gedacht.

Dann kommen Bullock und Clooney und der Satellit angeschwebt, und die Kamera fängt an, sich zu bewegen. Das hört dann bis zum Ende des Films nicht mehr auf. Die Kamera fliegt die ganze Zeit umher, ohne Schnitt, rotiert, schwebt durch die Glocke des Astronautenhelms in ihn hinein; und im Hintergrund der ewige Spin der Erde, Kairo, New York, Tag, Nacht, Lichter, Meere, Wüsten, Berge, Wolken. Das Ganze ist in 3D, von Supercomputern errechnet, man schwebt, rast, schleudert durch das Weltall, als einsamer, einzelner, winziger Mensch. Man will sich am Sitz festhalten, kriegt Panik, Schwindel, Herzrasen, und dazwischen denkt man immer wieder: wie schön das alles ist, wie schön die Sterne sind und dieser blaue Ball.

Dazu kommt, dass der Film einem auch keine Pause lässt, er ist sozusagen eine endlose Abfolge von Cliffhangern. Womit wir beim eigentlichen Thema wären.

Es liegt wahrscheinlich am Ende von »Breaking Bad«, dass zur Zeit wieder alle so viel über Serien reden, oder an Kevin Spaceys Rede über »House of Cards« und das Fernsehen der Zukunft. Dann der Tod von James Gandolfini a.k.a. Tony Soprano. Alle reden nur darüber, wie toll, wie fabelhaft Serien seien. Wie viel besser die Plots, wie viel tiefer die Charaktere seien als in Filmen. Dass der Film auf Dauer nicht wird mithalten können.

Ich mag Serien. Ich liebe »Twin Peaks«, »The Wire«, »Game of Thrones«, finde ich alle drei wirklich wahnsinnig gut. Und ich stimme auch zu, Marlo Stansfield aus »The Wire« oder Daenerys Targeryen aus »Game of Thrones« sind facettenreicher, als das Sandra Bullock in »Gravity« jemals werden könnte, und die Plots dieser Serien sind naturgemäß wendungsreicher.

Aber ein Film ist letztlich einfach etwas völlig anderes. Es ist doch irgendwie Schwachsinn zu sagen, weil bei beidem mit Schauspielern, Kamera, Licht gearbeitet wird, sei das vergleichbar. Ich sage doch auch nicht, dass die »Sopranos« besser seien als das Video von Miley Cyrus. Nicht, weil das falsch wäre, sondern weil es falsch verstanden wäre.

Einen Film sieht man am besten im Kino. Nicht wie die Serie zuhause. Es ist mir egal, wie toll die Flachbildfernseher geworden sind, Kino heißt riesig, Farben, Panorama. Und es heißt natürlich wohin gehen, warten, Trailer, hundert andere Menschen, und Vorhang auf. Im Bestfall kommen dann zwei Stunden konzentrierter Zuckersirup, kein Moment des Wegdriftens, ein gebanntes Starren auf das, was vorne geschieht. Kino verhält sich in dem Sinne zu Serie so wie Schnaps zu Bier oder Praline zu Tafel Schokolade, beides kann toll sein, es bedient aber ganz andere Bedürfnisse.

Wenn ihr das langsam vergesst, weil »Borgen« und so weiter in letzter Zeit einfach zu viel Spaß machen, geht bitte in »Gravity«. Ich bin aus dem Kino gewankt, ein ungläubiges Lächeln auf den Lippen.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.