HOME

Freizeit: Wo »Zurück in die Zukunft« recht hatte und wo es daneben lag

Als Marty McFly im Film »Zurück in die Zukunft II« in seine Zeitmaschine einsteigt, um in die Zukunft zu reisen, kommt er am 21. Oktober 2015 an. Zeit für einen Realitätscheck: Was ist im Jahr 2015 tatsächlich Wirklichkeit geworden und wo hinken wir dem Filmvorbild noch hinterher?

Texte und Gifs: Angela Gruber, Zülal Yildirim, Onur Yildirancan

Die Film-Trilogie »Zurück in die Zukunft« über die Zeitreisen von Michael J. Fox alias Marty McFly ist Kult. Die damals 30 Jahre entfernte Zukunft, in die er im Film reist, ist jetzt. Denn McFlys Zeitreise hat als Zielpunkt den 21.Oktober 2015.

»Zurück in die Zukunft« hat ein buntes Jahr 2015 entworfen, in dem Technik unseren Alltag bestimmt. Der Film hatte bei einigen technischen Entwicklungen bemerkenswerte Voraussicht. Bis andere Realität werden können, müssen wir noch ein bisschen Entwicklungsarbeit leisten.

1. Hoverboards

Einige Firmen haben Produkte auf dem Markt, die dem Hoverboard nachempfunden sind. Eines, das auch schon Pro-Skater Tony Hawk ausprobiert hat, funktioniert zum Beispiel auf magnetischen Flächen, erinnert vom Handling aber eher an ein Dampfbügeleisen. Ein kanadischer Erfinder schaffte es sogar, mit seinem Prototypen mehr als anderthalb Minuten über dem Wasser zu schweben.

2. Videokonferenzen

Menschen, die auf Bildschirme starren: Heutzutage hat die zwischenmenschliche Kommunikation über Flat- und Smartphone-Screens eine neue Dimension hinzugewonnen – damals wirkte diese Vorstellung amüsant. In der Szene etwa, als Marty von seinem Boss per Video gefeuert wird. In der echten Welt leider kein Witz.

3. Ein schwarzer Bürgermeister?

»Warten Sie nur ab, Mr. Caruthers. Eines Tages werde ich Bürgermeister werden – der mächtigste Mann in ganz Hill Valley!«

Im ersten Teil der Trilogie musste Goldie Wilson noch die Böden eines Diners schrubben, als ihn Marty auf einen wahnwitzigen Gedanken brachte: »Hey, du bist doch der Bürgermeister von Hill Valley!« – Herausforderung angenommen. Nachfolgende Film-Generationen beerbten Goldie bis ins Jahr 2015. Die Realität war schon früher dran.

4. Fliegende Autos

Im Jahr 2015 des Films braucht man keine Straße – die Luft ist der Verkehrsweg, denn Autos können fliegen. Wir sind dagegen noch ziemlich weit davon entfernt, dass unsere heutigen Autos fliegen. Dafür gibt es immerhin schon Software, die Abgaswerte manipulieren kann. Way to go, VW.

5. Fingerabdruck-Scanner

Im Film werden Fingerabdrücke als biometrisches Verfahren zur Identifizierung von Personen eingesetzt. Wem kommt das bekannt vor, iPhone-Besitzer?

6. Ewige Schönheit

Zwar können sich auf ihr Aussehen und ihre Jugend bedachte Menschen heute noch nicht so einfach ihre alte Haut vom Gesicht ziehen wie im Film. Es gibt aber schon jede Menge andere Optionen: von Säure-Peelings bis hin zu Straffungsmaßnahmen per Operation.

7. Smarte Turnschuhe

Schuhe, die sich von selbst binden – ein Traum für Gehetzte. Tatsächlich wird es sie wohl bald zu kaufen geben. Nike hatte vergangenen Winter auf seinem Blog angekündigt, die Sneaker aus dem Film als limitierte Edition auf den Markt zu bringen. Mithilfe von »Power Laces« sollen sich die Schnürsenkel selbstständig zubinden. Ein Patent für die Sneaker hat sich Nike schon gesichert.

8. Müll als Treibstoff

Auch diese Idee wurde umgesetzt. Im Münsterland wurde zum Beispiel testweise in einer Produktionsanlage aus Müll Treibstoff gewonnen. Ob sich dieser Versuch allerdings langfristig durchsetzt, wird sich in der Zukunft zeigen.

9. Virtual-Reality-Brillen

In der Tat trägt man jetzt Computer auch auf der Nase. Die Realität lässt sich zum Beispiel mit Gadgets wie Google Glass oder der Oculus-Rift-Brille erweitern. So können Game- und Film-Fans in künstlich generierte Landschaften eintauchen.

10. Pizza, please

»Bitte Level 4 hydrieren« sagt Oma Lorraine und zieht wenige Sekunden später eine Familien-Pizza aus dem Hydrator – der Traum eines jeden Studenten. Die Pizza-Zauber-Maschine bleibt leider noch eine kulinarische Utopie.