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Antisemitismus vorgeworfen Kollegah und Farid Bang haben Stress wegen Auschwitz-Aussage in Battle Rap

"Mein Körper ist definierter als von Auschwitzinsassen." Diesen drastischen Vergleich ziehen Deutschrapper Kollegah und Farid Bang im Song "0815". Die Folge für den Echo-Nominierten: Eine Prüfung durch den Bundesverband Musikindustrie.
Fest steht: Provokante Passagen gehören zum Rap, wie Reifen an ein Auto. Doch oft verschwimmen die Grenzen zwischen künstlerischer Freiheit und Hetze.
Im Fall der fragwürdigen Passage findet der Echo-Beirat: Das geht zu weit.
In einem Facebook-Post nehmen Kollegah und Farid Bang nun Stellung:
"Wir distanzieren uns von jeglicher Form des Antisemitismus oder Hass gegen Minderheiten", heißt es im Statement.
Kollegah geht noch weiter: In einer rund dreiminütigen Videobotschaft distanziert sich der 33-Jährige von Antisemitismus - und lädt alle jüdischen Fans zu kostenlosen Konzerten ein - auf Lebenszeit.
Bereits 2011 gab es Proteste gegen ein Kollegah-Konzert des Hessen. "Die Veranstaltung sei zutiefst menschenverachtend und degradieren Frauen und Homosexuelle auf tiefstem denkbaren Niveau", heißt es etwa in einem offenen Brief an den Veranstalter.
Kollegah mag seinen Ruf als umstrittener Gangsterrapper genießen. Doch mit dem Ausschwitz-Vergleich ist der Musiker wieder einmal zu weit gegangen.
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Im Song "0815" rappen Kollegah und Farid Bang einen fragwürdigen Auschwitz-Vergleich. Um nicht als Antisemit zu gelten, lädt der 33-Jährige per Videobotschaft alle jüdischen Fans zu einem Konzert ein.

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