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Umstrittener Rapper: Proteste rundum Kollegahs Konzert in Köln – der Rapper reagiert hämisch

Dem Rapper Kollegah werden homophobe, frauenfeindliche und teilweise antisemitische Texte vorgeworfen. Rund um seinen Auftritt in Köln gab es deshalb laute Proteste. 

Kollegah

Kollegah und seine Texte sind umstritten

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Die Zeitschrift "Emma" kürte Kollegah kürzlich zum "Sexist Man Alive" - "Keiner ist so sexistisch, so homophob und so antisemitisch wie du", lautete die Begründung der Redaktion. Ähnlich sahen es wohl die meisten derer, die gegen ein Konzert des Rappers im Kölner E-Werk am Dienstagabend protestierten. Vor dem Veranstaltungsgebäude in der rheinischen Stadt versammelten sich um die 30 Demonstranten, darunter Vertreter aus der SPD, der Grünen und der "Emma"-Redaktion. 

Kollegah-Konzert in Köln sorgt für Proteste

Seit Tagen schon hatte das nicht ausverkaufte Konzert von Kollegah für Wirbel gesorgt. Am Montag, als die Kölner den Karnevalsbeginn feierten, stichelte sogar Oberbürgermeisterin Henriette Reker gegen die Ansichten des Musikers. "Jeder, der nach Köln kommt und meinte, er könnte bei seinen Konzerten intolerante Ideen und Parolen verkaufen, muss mit dem Widerstand der Kölner rechnen. Wer versucht, unsere Toleranz zu missbrauchen, der ist kein Vertreter von Meinungsfreiheit, sondern von Dummheit", sagte sie im Rathaus - ohne den Rapper namentlich zu nennen. "Das musste ich aber auch nicht, die Botschaft ist - denke ich - angekommen", erklärte sie später der "Bild"-Zeitung. 

Trotz der Proteste fand das Konzert des Gangsterrappers am Dienstagabend statt. Ein Vertreter von "SPDqueer Köln" sagte vor der Konzerthalle: "Die Musik von Kollegah ist unwahrscheinlich sexistisch, homophob, frauen- und ausländerfeindlich. Er verdient Geld mit Musik, die gegen Minderheiten hetzt." 

Der Rapper reagiert hämisch

Fans des Rappers sind von der immer lauter werdenden Kritik ihres Idols offenbar unbeeindruckt. Kollegah selbst reagierte hämisch auf die protestierenden Menschen vor dem E-Werk. Laut der "Bild" fragte er ins Publikum: "Habt ihr die Emanzen-Demonstranten draußen gesehen? Vielleicht hätte ich denen den ein oder anderen Kochlöffel mitbringen sollen." Auch in seiner Instagram-Story machte er sich über sie lustig, schrieb zu Videoaufnahmen der Demonstranten nur "lol". 

Quelle: "Bild"-Zeitung

ls
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