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Bildband "#SENDNUDES": Befreit die Nacktbilder aus der Schmuddelecke!

Die Aufforderung Nacktbilder zu verschicken, ist jenseits des Sextings meist unangebracht und unerwünscht. Der neue Bildband "#SENDNUDES" soll die Nacktbilder nun von ihrem schmuddeligen Image befreien und nackte Körper enttabuisieren.

Erotic Art Photography

Frauen, die sich im Internet und auf Dating-Apps bewegen, bekommen diesen Spruch  des öfteren zu hören: "Send Nudes", auf deutsch: "Schick ". (In den meisten Fällen ist das noch die harmloseste Nachricht.) Was beim Sexting sehr reizvoll sein kann, wird in gesitteten Konversationen schnell zum absoluten No-Go. Keine Frau verschickt aus heiterem Himmel Nacktbilder an wildfremde Menschen. Trotzdem - oder gerade deswegen - verbreitete sich der Hashtag #sendnudes schnell als Running Gag im Netz.

Der Titel des neuen Bildbandes "#SENDNUDES" spielt mit dem schmuddeligen Image der verschickten Nacktbilder - und sorgt damit für leichte Verwirrung. Denn private Sexting-Bilder findet man darin nicht. Es ist zwar ein Buch voller Fotos von nackten Frauen, doch diese sind professionell produziert und sorgfältig kuratiert von Regisseurin und Kreativdirektorin Iman Whitfield. Zusammen mit dem Team des Mendo-Verlages bat sie Fotografen aus der ganzen Welt um ihre Lieblings-Aktbilder.

"#SENDNUDES" soll Nacktheit enttabuisieren

Whitfield will mit dem Bildband die Nacktheit enttabuisieren. "Ich bin damit aufgewachsen, den nackten Körper als Kunst anzusehen und nicht als etwas rein sexuelles", schreibt sie im Vorwort. Die Fotos der abgebildeten Frauen strahlen für sie ein Wohlgefühl aus, als wären sie ganz privat bei sich zu Hause. Gleichzeitig seien sie aber auch stark und sexy. "Ich denke, genau das ist die Idee von Nacktbildern", schreibt sie und erzählt von ihren eigenen Erfahrungen mit dem Verschicken solcher Fotos: "Und obwohl ich wusste, dass es dabei Risiken gibt, war meine einzige Sorge, ob ich gut darauf aussehe." Sie will ein neues Körpergefühl bestärken. Keiner solle sich für seinen nackten Körper schämen und ihn zeigen dürfen - ohne Zensur.

Die Fotos in "#SENDNUDES" sind qualitativ sehr hochwertig und trotzdem strahlen sie eine Leichtigkeit aus, als wären die Bilder tatsächlich spontan zu Hause entstanden. Ob man mit einem Band voller perfekter Körper zu einem positiven Körperbild für Menschen aller Formen und Größen beitragen kann, ist eine andere Frage. Einen Beitrag zur Enttabuisierung nackter Körper kann der aber auf jeden Fall leisten. Und schön anzusehen ist er noch dazu. 

Den Bildband "#SENDNUDES" gibt es für 50 Euro bei teNeues.

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