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Psychische Gesundheit Gucci steckt seine Models in Zwangsjacken – der Protest folgt live auf dem Laufsteg





Zum Beginn seiner Fashionshow in Mailand präsentiert Gucci seine Models in Zwangsjacken.


Ausdruckslos schweben die Models auf einer Rolltreppe durch den Saal.


Die Botschaft hinter dem ungewöhnlichen Auftakt zur Fashionshow der aktuellen Kollektion:


Der Mensch soll sich von gesellschaftlichen Normen und Zwängen befreien.


So beschreibt Gucci-Kreativdirektor Alessandro Michele den Leitgedanken hinter den Zwangsjacken.


Doch diese Metaebene passt offenbar nicht jedem:


Das Model Ayesha Tan-Jones nutzt den Laufsteg für einen stillen Protest.


Auf ihren Handflächen ist folgende kritische Aufschrift zu lesen:


"Mental health is not fashion" – Psychische Gesundheit ist keine Mode.


Für Tan-Jones überschreitet der Show-Auftakt, der eben stark an eine Nervenheilanstalt erinnert, deutlich eine Grenze.


(Zitat)


Gucci hat sich bisher nicht zu dem stillen Protest aus den eigenen Reihen geäußert.


Mit einer Beschreibung der Kollektion bezog es jedoch indirekt Stellung zu dem Vorwurf:


(Zitat)


Ayesha Tan-Jones wurde in den sozialen Netzwerken für ihren mutigen Protest gefeiert.
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"Mental health is no fashion" – diese Worte hatte sich Model Ayesha Tan-Jones wohl kurz vor der Show auf ihre Handinnenflächen geschrieben. Damit hatte Gucci-Kreativdirektor Alessandro Michele sicher nicht gerechnet. 

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