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Möbelhaus: Ikeas Designchef verrät: Dieses Produkt war unser größter Fehler

Eigentlich sind Ikea-Produkte dafür bekannt, dass sie besonders simpel aufzubauen, einfach gehalten und praktisch sind. Doch auch das schwedische Möbelhaus hat ein paar Leichen im Keller, wie der Designchef verriet.

Ikea

Während einer Konferenz in Sydney sprach der Designchef des schwedischen Möbelhauses über den größten Fehler seiner Karriere

Picture Alliance

Man möchte fast wetten, dass jeder Haushalt in Deutschland zumindest ein -Teil vorweisen kann. Sei es eine Vase, ein Teppich oder doch gleich eine ganze Wohnzimmereinrichtung. Das schwedische Möbelhaus ist seit Jahrzehnten DER Anlaufpunkt, wenn es um die Inneneinrichtung der eigenen vier Wände geht.

Viele Designs sind schlicht und haben sich über lange Zeit bewährt, doch auch Ikea hat den einen oder anderen Flop im Keller. So erzählte Marcus Engman, Vorsitzender der Designabteilung des schwedischen , erst vor Kurzem wieder von dem einen Möbelstück, das er so garantiert nicht noch einmal designen würde.

"Es war einer der größten Fehler in der Geschichte Ikeas", sagte Engman letzte Woche auf einer Konferenz in Sydney, "ein riesiges Fiasko". Die Rede ist vom aufblasbaren a.i.r.-Sofa.

Das Air-Sofa von IKEA

Das aufblasbare Sofa sollte zum Kassenschlager werden und ging als riesiges Disaster in die Geschichtsbücher des Konzerns ein

Es sollte die beste Ikea-Idee aller Zeiten werden

Die Idee für das Sofa sei Mitte der 80er-Jahre geboren, erzählt der Designchef. "Es war einer dieser JUHU-Momente, wenn man gemeinsam an einem Tisch sitzt und sofort das Gefühl hat, dass dies die beste Ikea-Idee aller Zeiten sein könnte."

Das Sofa sollte flach verpackt und handlich an den Kunden übergeben werden, der es dann zu Hause mit einem Föhn aufblasen konnte. Sobald es aufgeblasen war, konnte ein Stoffbezug über das Plastik gezogen werden – voilà, das a.i.r.-Sofa.

"Wir gingen davon aus, dass die meisten Haushalte einen Föhn zu Hause hätten", so Engman weiter, "aber wir haben vergessen zu beachten, dass die meisten Menschen ihren Föhn für gewöhnlich auf heiße Luft eingestellt haben – für das Sofa brauchte es allerdings kalte Luft." Viele Kunden hätten das nicht gewusst und ihre Sofa versehentlich geschmolzen, noch bevor es zum ersten Mal aufgebaut war.

Außerdem habe das Sofa nach wenigen Tagen an Luft verloren – gerne auch einseitig, da die Luft auf verschiedene kleine Abteile im Sofa aufgeteilt war.

Das Air-Sofa von Ikea

Leicht genug, um darunter zu saugen – damit wollte das Möbelhaus die Kunden überzeugen

Ein weiteres Problem: Eines der wichtigsten Verkaufsargumente sei gewesen, dass das Sofa leicht genug war, um es beim Saugen problemlos anheben zu können. Engman: "Wir haben nicht darüber nachgedacht, dass etwas, was so leicht ist, auch wenn man darauf sitzt, dazu tendiert, durchs Wohnzimmer zu wandern. Und dabei auch noch jede Menge Geräusche zu machen."

Bei Ikea habe man aus seinen Fehlern gelernt, resümiert der Designchef. Inzwischen sei der Design-Prozess um einiges demokratischer geworden und wäre dies damals auch schon der Fall gewesen, sei es vermutlich nie zum schrumpelnden Disaster gekommen.

 

jgs
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