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Rapper ohne Genehmigung: US-Behörden enthüllen wahre Identität von Musiker 21 Savage

Der Rapper 21 Savage lebt seit 13 Jahren in den USA – und das wahrscheinlich illegal. Die US-Einwanderungsbehörde von Atlanta verhaftete ihn am Sonntagmorgen. Nun droht ihm die Abschiebung.

Rapper 21 Savage USA

Rapper "21 Savage" bei einem Auftritt in Atlanta. Er behauptet, in der Stadt in Georgia geboren zu sein. 

Picture Alliance

"I am > I Was" (Ich bin > ich war) heißt das erfolgreiche Album von Rapper 21 Savage. Passender lässt sich seine aktuelle Situation wohl nicht beschreiben: Der 26-Jährige, der mit bürgerlichem Namen Sha Yaa Abraham-Joseph heißt, hat immer behauptet, in Atlanta, der Hauptstaat des US-Bundesstaates Georgia, aufgewachsen zu sein. Doch nun kam raus: Er ist eigentlich Brite.

Wie die US-Einwanderungsbehörde laut der Zeitung "New York Time" in einer Erklärung bekannt gab, soll der Rapper 2005 als Jugendlicher mit einem Visum in die USA eingereist sein. Als seine Aufenthaltserlaubnis 2006 endete, sei er dann illegal im Land geblieben. Laut den Ermittlern ist Savage ein "unrechtmäßig anwesender Bürger des Vereinigten Königreiches" und sitzt nun in Haft; ihm droht die Abschiebung.

Falsche Identität fiel nicht auf

Savage hatte immer behauptet, aus Atlanta zu stammen – die Stadt gilt als Mekka des Hip-Hop. Verrückterweise ist er in den USA mehrfach vorbestraft, 2013 wurde Abraham-Joseph von einer gegnerischen Gang angeschossen, 2014 wegen eines Drogendeliktes verhaftet. Seine britische Herkunft fiel nach Aussage der Behörden jedoch nie auf. Am Sonntagvormittag wurde er dann im Zuge einer gezielten Operation verhaftet.

Seine Anwälte bestreiten die Vorwürfe der illegalen Einwanderung und sprechen von einem Missverständnis, berichtet die "New York Times" und zitiert aus einer Stellungnahme. Sie arbeiten angeblich daran, die Papiere des Rappers in Ordnung zu bringen.

lau / DPA
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