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Debatte um Özil und Gündogan: Dieser "Harry Potter"-Vergleich ist die bisher beste Reaktion auf den Erdogan-Skandal

Das Foto von Özil und Gündogan mit Erdogan erregt vor der Fußball-WM die Gemüter. Die bisher witzigste Reaktion auf den Eklat kommt von einem Jodel-Nutzer aus Göttingen. Er zieht eine sehr amüsante "Harry Potter"-Parallele. 

Anstelle von Erdogan ist Voldemort in das Foto mit Gündogan und Özil montiert

Was hat das Erdogan-Foto von Gündogan und Özil mit "Harry Potter" zu tun?

Es ist der erste große Eklat rund um die Fußball-WM: Die Aufnahme der beiden deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten sorgt seit Tagen für große Diskussionen und hat einen Shitstorm epischen Ausmaßes losgetreten.

Ein Jodel-Nutzer aus Göttingen hat die Debatte um die umstrittene Dreierkonstellation nun auf die Literaturwelt runtergebrochen - und damit die bisher witzigste Reaktion auf das Skandal-Foto geliefert.

Was "Harry Potter" mit dem Erdogan-Foto zu tun hat 

Er versteht durchaus, warum sich so viele darüber aufregen, dass sich Özil und Gündogan mit Erdogan haben ablichten lassen - und erklärt die Problematik in einer "Harry Potter"-Metapher. "Für alle, die die Aufregung um die Nationalmannschaft nicht nachvollziehen können", schreibt er. "Stellt euch vor, kurz vor dem Trimagischen Turnier machen Cedric Diggory und Viktor Krum Selfies mit Voldemort, weil ihre Großeltern Slytherin waren."

Für meinen Zaubereiminister

Gepostet von Jodel - Die hyperlokale App am Mittwoch, 16. Mai 2018

Wer jetzt denkt: Hä? Trimagisches was? Und wer ist nochmal Voldemort? Hier eine kurze Erklärung (Witze sollte man zwar nicht erklären, aber wir machen mal eine Ausnahme):

Das Trimagische Turnier ist in der "Harry Potter"-Welt ein Riesenspektakel, bei dem drei Teilnehmer aus verschiedenen Ländern gegeneinander antreten. (Da fällt mir auf, die Quidditsch-Weltmeisterschaft wäre eigentlich ein besserer Vergleich gewesen ... egal.) Jedenfalls bezieht sich der Jodel auf den vierten Teil "Harry Potter und der Feuerkelch", bei dem Harry Potter zusammen mit Cedric Diggory, Viktor Krum und Fleur Delacour (ja, das sind jetzt aber vier, ich weiß. Guckt euch einfach den Film an!) an dem Turnier teilnehmen. Zu gewinnen gibt es lebenslangen Ruhm und den Trimagischen (Wander-)Pokal. Also eigentlich wie bei der Fußball-WM. 

So, und Voldemort ist der Superbösewicht bei "Harry Potter" - also so wie ... ihr wisst schon wer. Voldemort gehörte zu seiner Schulzeit in Hogwarts (die Schule für Hexerei und Zauberei) zum Haus Slytherin. Alle Schüler werden in Hogwarts auf Häuser verteilt. Neben Slytherin gibt es noch Gryffindor, Hufflepuff und Ravenclaw. Achja, und Dumbledore ist der Schulleiter.

Ich hoffe, das war jetzt verständlich. Ansonsten: Schämt euch, dass ihr "Harry Potter" nicht kennt!

Die Reaktionen auf den Jodel-Post waren auf jeden Fall zahlreich. 

"Dumbledore hätte sie vom Turnier ausgeschlossen", antwortete eine Userin auf Facebook. Der offizielle Jodel-Account postete darunter eine Fotomontage von Cedric Diggory mit den Augen von Özil und den Worten: "Diesen Augen kann man auch mal verzeihen!"

Erdogan, Özil, Gündogan


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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?