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The BossHoss belohnen Jungen: Junge spendet seine Haare und wird gemobbt – jetzt besucht ihn seine Lieblingsband

Drei Jahre lang ließ Adrian seine Haare wachsen und kassierte dafür viel Spott. Kaum jemand wusste, dass er seine blonden Strähnen an kranke Kinder spenden wollte. Für seinen Mut erhält er von der Band The BossHoss ein ganz besonderes Geschenk.

Adrian mit langen Haaren

Drei Jahre lang ließ sich Adrian die Haare wachsen

Irgendwann entschied sich der zwölfjährige Adrian dazu, seine Haare nicht mehr schneiden zu lassen. Der Junge aus der Gemeinde Bellenberg (etwa 4500 Einwohner) im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm ließ nach der Kommunion seine Mähne einfach immer weiter wuchern. Dafür musste er in der Schule von den anderen Kindern jede Menge Spott einstecken – viele Mitschüler mobbten Adrian wegen seiner Langhaarfrisur.

Doch Adrian verfolgte ein ganz besonderes Ziel: Er wollte mit seinen Haaren kranken Kindern helfen. Die langen Strähnen sollten Menschen zugute kommen, die zum Beispiel wegen einer Chemotherapie ihre eigenen Haare verloren haben, und nun Perücken brauchen. Darauf wurde schließlich auch die Band The BossHoss aufmerksam – und nun wollen die Country-Stars dem Zwölfjährigen einen Besuch abstatten.

The Boss Hoss spielen Konzert für mutigen Zwölfjährigen

Am 16. Oktober wollen die Frontmänner Boss Burns und Hoss Power, die unter anderem durch ihre Jurorenrolle in der TV-Castingshow "The Voice Of Germany" bekannt geworden sind, zusammen mit ihren Bandkollegen ein Wohnzimmerkonzert bei dem jungen Spender spielen. Organisiert wurde die Überraschung von dem Radiosender "Antenne Bayern".

"Adrian war sprachlos und gerührt", sagte seine Mutter der Zeitung "Augsburger Allgemeine". Schließlich ist Adrian selbst großer Musikfan und Schlagzeuger. Jetzt darf er beim Soundcheck der berühmten Band sogar Cajon spielen. Mit einer solchen Belohnung für seine mutige und großzügige Aktion hatte Adrian sicherlich nicht gerechnet.

Adrian ließ sich drei Jahre lang die Haare wachsen

Verdient hat er sie sich aber allemal: Drei Jahre lang ließ er seine Haare wachsen und musste in dieser Zeit jede Menge Hänseleien über sich ergehen lassen. "Schneid dir mal die Haare – das sieht beschissen aus", hätten seine Mitschüler gesagt und ihn als "Mädchen" bezeichnet, erzählte Adrian "Antenne Bayern"

40 Zentimeter lang war seine Mähne am Ende, dann kamen die Haare ab. Was er damit vorhatte, hatte er in den drei Jahren kaum jemandem erzählt: Jetzt werden daraus Perücken für kranke Kinder hergestellt. Und Adrian ist nicht nur deshalb an seiner Schule nun ein kleiner Star.

Die Band Revolverheld bei der Film-Premiere von "Das bescheuerte Herz"
epp
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?