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Castingshow "The Voice of Germany" Augen zu und hinhören


Mit den beliebten Blind Auditions geht "The Voice of Germany" in die vierte Staffel. Doch können die neuen Juroren Stefanie Kloß, Smudo und Michi Beck auch unterhalten?
Von Sarah Stendel

Wenn am Donnerstagabend die vierte Staffel "The Voice of Germany" losgeht, dann steht erst einmal die Stimme im Vordergrund. Die sogenannten Blind Auditions, bei denen die Jury mit dem Rücken zu den singenden Kandidaten platziert ist, sind der Clou der Castingshow. Regelmäßig fährt "The Voice" damit die besten Quoten ein. Welches Jury-Mitglied wird sich blind für welche Stimme entscheiden und buzzern? Als Zuschauer ist der Mitfieber-Faktor hier hoch. Vor allem, weil die Kandidaten im Gegensatz zu anderen Shows alle Talent haben.

Doch es ist nicht allein der Fokus auf die Stimme, der "The Voice of Germany" ausmacht. Die Sieger der vergangenen drei Staffeln sind - trotz Talent - längst alle in Vergessenheit geraten. "The Voice" ist auch immer die Show der Juroren. Dieses Jahr ersetzen Smudo und Michi Beck von den Fantastischen Vier die Macho-Cowboys von The Boss Hoss, statt Hippie-Nena ist die Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß neu an Bord. Sie kämpfen mit dem finnischen Sunnyboy Samu Haber und dem "The Voice"-Veteran Rea Garvey um die Gunst der Kandidaten. Und zwar mit möglichst unterhaltsamen Kabbeleien und Gags.

Ehrliche Worte von Neu-Juror Smudo

Das Ganze war immer schnell und gut geschnitten, so dass die Zuschauer zuhause mitlachen können. Etwa wenn ein Kandidat Rea Garvey mit Chris Rea verwechselt. Oder wenn der Finne Haber wieder deutsche Wortschöpfungen erfindet ("Ich habe Hühnerhaut"). Kurz: Die ersten "Voice"-Folgen haben sich in der Vergangenheit als sehr gut gemachtes Unterhaltungsfernsehen entpuppt.

Und mit der Mär der rein stimmlichen Talentsuche hat Neu-Juror Smudo jetzt sowieso aufgeräumt. "Wir hatten eine sagenhafte, romantische Stimme gehört. Die Reaktion des Publikums war aber mau, da haben wir dieses junge Mädchen mit dieser wunderbaren Stimme ziehen lassen. Was haben wir uns geärgert! Da kommt ein junger Mann, der nicht singen kann, aber ein enges Hemd trägt und seine Muckis zeigt – und alle jubeln. Auch wir Coaches stehen unter Eindruck und Einfluss," sagte er dem "Tagesspiegel". Dort plauderte er auch aus, dass sein Kollege Beck und er unter anderem wegen des "PR-Nutzens" an der Show teilnähmen.

Es sind genau solche ehrlichen Worte, die im Jury-Team für Stimmung sorgen könnten. Und das dürfte sowohl den Sendern Pro7/Sat1 als auch den Zuschauern gefallen. Immerhin müssen dieses Jahr Nenas esoterische Mondwasser-Sprüche ersetzt werden.

"The Voice of Germany" startet am Donnerstag um 20:15 Uhr auf Pro7. Am Freitag folgt die zweite Folge um 20:15 Uhr auf Sat1.


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